cc2.tv
 
  Forenübersicht
  Anmelden
  Registrierung
  Mitgliederliste
  Teammitglieder
  Hilfe
  Suche
  FAQ
  Forenregeln
  Wie poste ich richtig?
  Impressum

cc2.tv-Fan-Club » CC2tv +CC2audio » Off-Topic » Und jetzt "paradise papers?" » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen   Und jetzt "paradise papers?"
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Joachim Joachim ist männlich
Mitglied

images/avatars/avatar-841.jpg

Dabei seit: 07.09.2011
Beiträge: 1.929
Wohnort: NRW

Joachim ist offline
Und jetzt "paradise papers?" Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Neu ist das alles wahrlich nicht, was hatten wir da nicht schon alles, die einschlägigen Steueroasen sind schon lange bekannt, Liechtenstein, Monaco, Luxembourg, Kaiman Inseln, Fidschis, Malta, Panama, um nur die bekanntesten zu nennen, jetzt also noch die Isle of man.

Bestimmt gibts noch einige andere, sogar in Deutschland gibts offenbar Steuerparadiese und Briefkastenfirmen und nun der neueste Skandal: paradise papers. Von den aufgedeckten ungeheuerlichen Dingen im Zuge der Panama Papers, was ja noch gar nicht so lange her ist hört man allerdings gar nichts mehr. Es scheint ein Grundprinzip zu sein, möglichst schnell viel Gras über eine Sache wachsen zu lassen, damit die Geschäfte fröhlich weiterlaufen können.

Es wird von namhaften investigativen Jounalisten ein Skandal nach dem anderen enthüllt, aber ändert sich was? - Nein zu mächtig sind wohl die multinationalen Konzerne, dubiose Offshore Kanzleien und Lobbyisten die mit ihren Steuersparmodellen ganze Heerscharen von Superreichen bedienen und ein zweifelhadtes Konstrukt nach dem anderen ausbaldowern. Mit von der Partie mamhafte deutsche Konzerne und wie könnte es anders sein, auch ein alter Bekannter, der Automatenbaron aus dem niedersächsischen Espelkamp, seinerzeit von Johannes Rau mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. - Hohn und Spott in meinen Augen.

Irgenwo reicht es jetzt, die Gier nach immer mehr nimmt Ausmasse an, die kaum mehr vorstellbar sind und sämtliche Moralvorstellungen über den Haufen werfen. - Und die Politik? - Die hält sich vornehmlich raus, macht in vielen Fällen sogar gemeinsame Sache oder hat keinerlei Einfluss mehr auf diese kathastrophalen Fehlentwicklungen und mafiösen Strukturen, die demokratische Gesellschaften immer mehr aushölen und aussaugen.

Hier ein Artikel aus dem Spiegel von Jakob Augstein zu dem Thema:

http://www.google.de/url?q=http://www.sp...w0gBD1xFIgBYEAx

Gruss,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 08.11.2017 13:02.

08.11.2017 12:38 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
Mitglied

images/avatars/avatar-841.jpg

Dabei seit: 07.09.2011
Beiträge: 1.929
Wohnort: NRW

Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Und was lehrt uns das alles? - Gute Frage, Jacob Augstein hat es ja in drastischer Art und Weise aber ziemlich treffend in seiner Kolummne gesagt. Die armen Würstchen, die jeden Cent bei der Steuerbehörde angeben und brav ihre Steuern zahlen sind die Dummen. Sie zahlen für die Steuersparmodelle von Superreichen und multinationalen Konzernen, damit die noch mehr Milliarden anhäufen können die den Staaten zur Aufrechterhaltung von Infrastruktur und laufendem Betrieb überall fehlen. Der Schaden, der dadurch in den Volkswirtschaften weltweit angerichtet wird dürfte grob geschätzt in die Billionen ¤ gehen.

Hier noch ein weiterer Artikel aus der Süddeutschen, wo u.a. auch interessantes über Apple zu lesen ist:

http://www.google.de/url?q=http://www.su...TmHCmM9WTKNn-do

Ergo muss man nur genug Geld und Vermögen haben und schon zahlt man kaum noch oder gar keine Steuern mehr dank Offshore Kanzleien, Briefkastenfirmen und anderen Verschleierungstechniken. - Unrechtsbewusstsein? - Keine Spur, denn schließlich hat man sich ja alles hart erarbeitet, ererbt oder erboren - eine Standart Plattitüde von Vermögenden, die oft genug gebetsmühlenartig runtergeleiert wird. - Fehlt eigentlich nur noch der zynische Spruch, das Arme ja selbst Schuld an ihrem Elend sind, warum sind sie denn auch arm, sie könnten doch auch reich sein?

Schlimmer gehts nimmer, aber ich bin mir sicher, das trotz der erdrückenden Beweislast des jetzt aufgedeckten Skandals auch weiterhin nichts gegen die Raffgier und Steuerbetrug in Milliardenhöhe unternommen wird, jedenfalls nichts Wesentliches, weil ja alles "ganz legal" ist, getreu dem Motto: Erst das Fressen , dann die Moral..", wobei die Moral mittlerweile wohl völlig auf der Strecke geblieben ist.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 08.11.2017 17:17.

08.11.2017 16:49 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
Mitglied

images/avatars/avatar-841.jpg

Dabei seit: 07.09.2011
Beiträge: 1.929
Wohnort: NRW

Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Aus aktuellem Anlass kann man bei der Tagesschau.de einen mehrteiligen Podcast zur Affäre "paradise papers" anhören oder herunterladen:

http://www.google.de/url?q=https://www.t...ffLPwRs3gd4bux7

Besonders interessant auch Teil 3 "Unter strahlender Sonne" wo es um illegales Glücksspiel geht, die "Merkursonne" lässt auch hier grüssen.

Direktlink zu Teil 3:

http://media.tagesschau.de/audio/2017/11...8-1307-2101.mp3


Für empfindliche Personen empfiehlt es sich Kotztüten und Magentabletten bereit zu halten.

Gruß,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 09.11.2017 14:52.

09.11.2017 14:29 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
Mitglied

images/avatars/avatar-841.jpg

Dabei seit: 07.09.2011
Beiträge: 1.929
Wohnort: NRW

Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Eine interessante Frage wird in einem Artikel der Zeit bzgl. des neuen Skandals paradise papers gestellt, Titel: "wo bleibt die Wut?"

http://www.google.de/url?q=http://www.ze...ZSfKOKhpzkhGuFc

Ist es die allgemeine Ohnmacht, die viele wohl schon länger spüren, nichts machen oder bewirken zu können, keinerlei Einfluss zu haben?

Die da oben machen ja eh was sie wollen? - Sicher viele Einflussmöglichkeiten bleiben dem sprichwörtlichen kleinen Mann wirklich nicht, ausser zu demonstrieren oder an der Wahlurne abzustimmen. - Traurig nur, was sich mittlerweile schon andeutet, das am Ende nach der noch nicht lange zurückliegenden Wahl und den laufenden Verhandlungen bei Erfolg vermutlich die gleiche Politik herauskommen wird wie zuvor, marginal abgewandelt, aber im Kern wohl das Gleiche.

Heißt auch, gegen die Auswüchse des Neoliberalismus und ungebremsten Raubtierkapitalismus mit all seinen negativen Auswüchsen wie Steueroasen und Steuervermeidungstechniken wird auch weiterhin nichts Wesentliches unternommen werden. Es ist nicht zuletzt die allzu wirtschafts freundliche Politik in Deutschland, die sich gegen allzu offensive Massnahmen in der Sache sträubt und kräftig auf die Bremse tritt. Man hat wohl einiges zu verbergen und es würde mich nicht besonders überraschen, wenn auch dieser Skandal nach ein paar Wochen wieder "vergessen gemacht" wird und im Orkus der Geschichte landet. - Da können noch so gute Reporter ermitteln und was sie wollen, ändern wird das nichts. -Und die Staatsanwaltschaft?

Vermutlich würde die salopp gesprochen erstmal überlegen ob das deutsche Recht in der Sache überhaupt anwendbar ist und die Berge an Informationen sichten, wenn dann nicht schon alles längst verjährt ist, wenn man unsere Justiz und deren chronische Überlastung kennt, weiß man das. - Was also wird dabei rauskommen? - Wie immer, vermutlich nichts, denn man müsste sich ja auf eine einheitliche Vorgehensweise bzw. Rechtsprechung bzgl. illegaler Steuersparmodelle, Briefkastenfirmen und dergleichen in der EU erstmal einigen und das ist derzeit nicht gegeben. Hier und da wird zwar ermittelt, in Holland z. B., neben Luxemburg die Steueroase in der EU schlechthin, aber so richtig überzeugend ist das wohl auch nicht, in der Mehrzahl nur Absichtserklärungen. Es ist doch absurd und bezeichnend zugleich, das die sogenannte schwarzen Liste von Steueroasen eigentlich eine weiße ist, sprich da steht nichts drauf und keine einzige ist in der EU verzeichnet? - Hier scheint also das eigentliche und grundsätzliche Problem zu sein und das ist wohl Europa selbst, es ist ein tiefgreifendes moralisches System-Problem das solche Skandale erst möglich macht.

Gruss,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 12.11.2017 19:42.

12.11.2017 18:56 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
Mitglied

images/avatars/avatar-841.jpg

Dabei seit: 07.09.2011
Beiträge: 1.929
Wohnort: NRW

Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Noch ein aufschlussreicher Artikel zu der Thematik ist in der Süddeutschen zu lesen:

https://projekte.sueddeutsche.de/paradis...s-leak-e229478/

Artikel Zitat Süddeutsche:

"Für die Superreichen gibt es eine Welt außerhalb des Rechts", sagt Soziologin Brooke Harrington, Autorin des Buches "Kapital ohne Grenzen". So könnten ausgerechnet die Reichsten "die Wohltaten der Gesellschaft" genießen, ohne deren Zwängen unterworfen zu sein." - Zitat Ende.

Artikel Zitat Süddeutsche:

"Die Dimension des Problems zeigt eine weitere Berechnung des Ökonomen Gabriel Zucman: Superreiche haben 7,9 Billionen Euro in Steueroasen geparkt." - Zitat Ende.

Eine Zahl die fassungslos macht und wütend zugleich. Vorstellbar ist eine so ungeheure Summe an Vermögen sowieso nicht. Dafür gibt es einfach keine Massstäbe mehr, die man anlegen könnte. Es werden damit in einer Welt wo Millionen Menschen an Hunger leiden und um nichts als die nackte Existenz kämpfen die Grenzen der Moral ins völlig Absurde überschritten. - Die Gier nach Reichtum und Macht von vergleichbar wenigen hat jedes vorstellbare Mass verloren.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 14.11.2017 11:14.

14.11.2017 11:13 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Mart Mart ist männlich
Mitglied

images/avatars/avatar-870.jpg

Dabei seit: 06.04.2007
Beiträge: 1.014
Wohnort: Dönerstadt (Köln)

Mart ist offline
Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Ja, und unsereins, die wir gerne würden und aus diversen Gründen leider nicht mehr können, müssen rumkrebsen und pfeifen auf dem letzten Loch, das ärgert mich dabei am meisten.
Manche können sich diesen "Hungerlohn" vom Staat ja noch ein wenig aufbessern, z.B. durch Flaschen/Dosen sammeln.
Aber diejenigen, die das aus körperlichen Gründen nicht können, schauen auch da in die Röhre. Hilf dir selbst, sonst bist du im Arsch. Toller "Sozialstaat"! böse
Für mich ist das Leben eigentlich nur noch ein "Warten auf den Tod", und das mit 43, denn alles, was mir Spaß macht, kann ich mir nicht mehr erlauben. Am spätestens 25. eines Monats ist das Geld weg, wenn man nicht paar Tage hungert, ansparen kann man so nix.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Mart: 16.11.2017 04:20.

16.11.2017 04:15 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
schaeti001 schaeti001 ist männlich
Mitglied

images/avatars/avatar-890.jpg

Dabei seit: 05.01.2009
Beiträge: 1.217
Wohnort: Odenwaldkreis

schaeti001 ist offline Fügen Sie schaeti001 in Ihre Kontaktliste ein
Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Ich hatte gestern auch ein "Paradise Papier" in meinen Händen.
Die Buchungsbestätigung für meinen Urlaub 2018 !!! :-)
17.11.2017 10:56 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
Mitglied

images/avatars/avatar-841.jpg

Dabei seit: 07.09.2011
Beiträge: 1.929
Wohnort: NRW

Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Zitat:
Original von Mart
Ja, und unsereins, die wir gerne würden und aus diversen Gründen leider nicht mehr können, müssen rumkrebsen und pfeifen auf dem letzten Loch, das ärgert mich dabei am meisten.


Aber selbst wenn man noch kann, ist man auch nur ein winziges Rädchen im Getriebe, nur eine leidige Kostenstelle die irgendwann wegrationalisiert oder "outgesourced" wird, das bringt mich regelmäßig zur Weißglut.

Zitat:
Manche können sich diesen "Hungerlohn" vom Staat ja noch ein wenig aufbessern, z.B. durch Flaschen/Dosen sammeln.


Das Ganze ist ein Armutszeugnis für diesen Staat, der immer noch einer der Reichsten der Erde ist. Wir könnten es uns wahrhaftig leisten, jedem einen "auskömmlichen" und "würdigen" Lebensunterhalt zu schaffen. Das Problem ist, es ist politisch nicht gewollt.

Zitat:
Für mich ist das Leben eigentlich nur noch ein "Warten auf den Tod",...


So sollte man nicht denken Mart, trotz Allem. - Sicher leicht daher gesagt, aber eine positive Einstellung sollte man sich irgendwie bewahren, auch wenn es schwerfällt, geht mir genauso.

Gruß,
joachimAugenzwinkern
24.11.2017 18:04 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
alpha
Mitglied

images/avatars/avatar-745.png

Dabei seit: 10.01.2009
Beiträge: 2.455

alpha ist offline
Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Ich bin der Meinung, jeder dem nicht mal seine eigene Behausung gehört, ist arm.

Die Menschen im Altertum waren im Vergleich zu ihrer Wirtschaftsleistung unendlich mal reicher als wir heute. Die Welt ist komplett kapitalisiert, vom Rohstoff bis zu den Gedanken ( Medien und Wissenschaft, Patente auf Medizin und Software ) muss für alles bezahlt werden. Nur, wer hat das Recht zu bestimmen wem die Rohstoffe der Welt gehören?

Mir persönlich gehts es nicht darum noch mehr zu konsumieren, sondern in Freiheit zu Leben. zu dieser Freiheit gehört für mich Sicherheit, freie Wahl von Wohnort und Beruf, freie Zeitgestaltung, vor allem aber echte Teilhabe an der Gesellschaft. Wenn ich aber 8h + Pausenzeit + Wegezeit + Bürokratie und Organisation rund um die Arbeit, an Zeit im Leben verbringen muss, ohne mir aussuchen zu können ob ich Reich werde durch viel Arbeit oder Begnügsam bin durch wenige. Ich kann heute ja nicht mal sagen, ok, ich arbeite nur 2h am Tag, den Rest kümmer ich mich um Kultur, Familie und Bildung, weil die Preise des Lebens so angepasst sind, dass gerade noch möglich ist seine Grundkosten zu zahlen.

Selbst wer Glück hat und nach 45 Arbeitsjahren mal ein Häuslein bauen konnte, muss damit Rechnen, dass der Staat trotz Eigentum hier wieder viele,Kosten erzeugt, die in dem die totale Abhängigkeit vor Augen führen. z.b. Straßenausbesserung, mal eben 25.000€ weg. Wer es nicht hat wird enteignet. Oder andere Unrechtsgesetze wie Abwassergebühren auf Grundlage der Dachfläche.

Die meisten Arbeitslosen die über 30-40 Jahre alt sind haben in Ihrer Zeit, als sie Arbeit hatten mindestens das hundertfache an Leistung erbracht als Sie jemals in Lohn und Lebensqualität erhalten haben. Den ganzen Rest haben sich die Reichen in die Taschen gesteckt.

Der Staat selber rüstet sich immer weiter auf, gegen seine Bevölkerung. Dabei hilft Ihm die Stimmungsmache in Presse und Medien. Einige Polizeiapperate werde schon militärisch ausgestattet. Immer mehr Polizei wird gesucht. Immer mehr SEK-Einsätze werden durchgeführt und an den rechtlosesten Menschen ohne Lobby ( z.b. Einwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung und Hilfesuchenden ) wird heute schon der Unrechtsstaat geprobt. In Europa findet eine Aufrüstungswelle statt, wie zur Zeit des 2. KW . nur das es heute moderne Waffen gibt wie Überwachungseinrichtungen die das DDR-Stasi-System um ein millionenfaches übertreffen.

Wenn es in Deutschland jemals zum Kippen der Stimmung kommt, wäre der Staat fein vorbereitet und könnte die Demonstration, Opposition gegen das Unrecht jederzeit brutal und fast lautlos niederschlagen. Ich denk mal China und andere Unrechtsstaaten wie auch die USA sind perfekte Vorbilder wie man Menschen verdeckt unterdrückt.

Schon heute wird Reichenlobby 24/7 in Bundestag durchgesetzt mit freien Zugang zu Büros neben den der Abgeordneten. Auf der Welt hat noch nie das Menschen-Recht geherrscht sondern immer nur das Recht des Stärkeren, heute also der reichsten Minderheit. Die normalen Gesetze die wir haben, sind nur dazu da um die Ordnung unter den Besitzlosen herzustellen, damit die produktiv bleiben und sich einbilden können einen Rechtsstaat vorzufinden. Für Sie sind Gesetze der Reichen ohnehin nicht anwendbar.

Der Minaturwohlstand der Privathaushalte gründet meist nicht auf der Leistung der Entlohnung, sondern eher auf der noch höheren Ausbeutung in Ländern der 3. Welt. Müssten wir mit dem Wert unserer Arbeits-Leistungen in Deutschland in Anspruch nehmen, würden wir noch schlechter leben als in der DDR der 50er Jahre.

Die meisten Menschen würden deutlich weniger mit Zwangs-Arbeitszeit verbringen wenn Sie die Wahl hätten. Das der Staat und die Wirtschaft uns betrügt, sieht man auch an der Renten-Diskussion. Jedes Jahr wächst die ohnehin schon gigantische Wirtschaftsleistung und trotzdem bleib immer weniger als zuvor in der Gesellschaft übrig. Die Gesamten Mehrleistungen werden von ganz wenigen Menschen auf Kosten der gesamten Welt verballert und landen eben auch in solchen Steuerhinterzieherstaaten.

Würde jeder Mensch den gleichen Lohn für eine Stunde Arbeitsleistung bekommen, wäre das eine echte Gerechtigkeit. Dann würde der Professor und der Arzt nicht auf den Handwerker herabsehen und der Handwerker würde nicht auf die Putzfrau und den Müllsammler herabsehen. Jeder wäre als Mensch gleich viel wert und die Gewalt, die nur aus der Ungleichheit entsannt, wäre weg. Unser Lohn wäre dann der deutsche Durchschnittslohn.
Es wäre auch nicht mehr notwendig arbeitsfähige Menschen in Sozialsysteme abzuschieben, denn die Gesamtleistung entspricht auch dem Bedarf. Die Arbeitszeit würde sich drastisch reduzieren. Sinnlose Produkte würde niemand mehr herstellen und die Umwelt und die Gesundheit der Menschen würde sich verbessern.

Aber ich glaube sowas würde nur Weltweit funktionieren, da es ein besonderer Vorteil im Kapitalismus ist, das Gesetz und die Regeln zu brechen. Markvorteile auf der Welt, entstehen heute allein dadurch, dass man Gesetze bricht, Menschen schlechter behandelt als der Konkurrent. Daher wird ein kapitalistisches System immer in einem Unrechtsstaat enden.

Die Anfänge kann man heute schon sehen mit dem wachsenden Faschismus in Europa, der wieder salonfähig ist. Viele Länder in der EU entwickeln sich zu rechtsradikalen und diktatorischen Staaten und auch in Deutschland mit der AFD weht der Wind der dafür wirbt, nochmehr Unrecht und Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich zu bestärken.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von alpha: 25.11.2017 11:19.

25.11.2017 11:03 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
Mitglied

images/avatars/avatar-841.jpg

Dabei seit: 07.09.2011
Beiträge: 1.929
Wohnort: NRW

Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Hallo Alpha, ich stimme dir weitgehend zu, aber eine wirklich gerechte Welt wirds wohl nie geben, weil politisch nicht gewollt.

Oben die Nimmersatten und unten, um es plakativ zu sagen, die Habenichtse, die wie üblich am Ar**** des Propheten kleben, so war das schon immer, auch vor 3 oder 4000 Jahren, nur die Methoden haben sich verfeinert. Wenn man die Verhältnisse wirklich verbessern möchte, müsste man die menschliche "Gier" in den Griff bekommen, das Streben nach mehr, noch mehr und immer mehr, allerdings wüsste ich keine Lösung, wie das gehen sollte. Das gegenwärtige auf maximalen Profit orientierte System, man könnte auch sagen entfesselter Kapitalismus, befördert das hemmungslose Gewinnstreben und kann dem Ziel einer besseren und gerechteren Welt sicher nie gerecht werden. Es ist letztlich eine Frage der Ethik und Moral, ob man den schwächeren in globalisierten Gesellschaften den gleichen Zugang und Teilhabe am "Leben" gewährt wie den vermeintlich Starken. Dies ist gegenwärtig nicht der Fall, Armut wird bestraft mit gesellschaftlicher Ächtung, Ausgrenzung und Stigmatisierung, im Grunde auch nicht viel anders als im Altertum, als Aussätzige vor die Stadt verbannt wurden. - Vielleicht bedarf es erst einer höheren Evolutionsstufe, in der persönliche Bereicherung des Einzelnen über das Mass des eigentlich Notwendigen keine Rolle mehr spielt, aber das sind heere Zukunftsutopien und ein Thema für Philosophen. - Gedacht wurde freilich schon früher in diese Richtung, besonders weitergekommen ist die Menschheit seit dem Altertum in der Frage allerdings nicht, im Gegenteil, die Ungerechtigkeit nimmt gefühlt immer weiter zu.

Gruß,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 28.11.2017 11:36.

28.11.2017 11:17 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
Mitglied

images/avatars/avatar-841.jpg

Dabei seit: 07.09.2011
Beiträge: 1.929
Wohnort: NRW

Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
Neues zu paradise papers? Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Wohl eindeutig Fehlanzeige, die letzen Meldungen darüber sind schon mehrere Wochen alt. Was macht man denn nun, ist das Projekt wieder eingeschlafen oder wird gar im Verborgenen ermittelt? - Schwer zu sagen, wenn es keine aktuellen Statusmeldungen gibt. Sicher hat der gegenwärtige Politzirkus der pausenlos durch die Medien rollt um die Frage wie und von wem Deutschland künftig regiert wird geholfen, den Skandal ganz schnell wieder in die Versenkung zu katapultieren, was einigen bestimmt ganz recht sein dürfte.

Eigentlich nicht überraschend, die Medienwelt vergisst nunmal schnell und schon gibt es ein anderes vermeintlich wichtigeres Thema auf dem dann wieder wochenlang rumgekaut wird, bis es einem zum Hals raushängt. - War bei den panama papers auch so, oder hört man noch was davon?

Nein, man muss ja den Eindruck bekommen, alle Welt regt sich kurz daüber auf und das wars dann aber auch. Danach verfährt man mit altbewährtem Muster: "business as usual" und alles ist wie es vorher war. - Die gut geölte Maschinerie läuft weiter wie zuvor. - Konsequenzen, welche Konsequenzen?

Gruß,
joachim Augenzwinkern
29.11.2017 11:39 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
 
Antwort erstellen
cc2.tv-Fan-Club » CC2tv +CC2audio » Off-Topic » Und jetzt "paradise papers?"

Impressum - Datenschutzerklärung

Forensoftware: Burning Board, entwickelt von WoltLab GmbH