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cc2.tv-Fan-Club » CC2tv +CC2audio » Off-Topic » Wer die Wahl hat, hat die Qual? » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen   Wer die Wahl hat, hat die Qual?
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Joachim Joachim ist männlich
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Joachim ist offline
Wer die Wahl hat, hat die Qual? Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Alle 4 Jahre wieder vollzieht sich ein scheinbar immer gleiches Ritual in unserem Land. Man könnte denken, das die Veranstaltung eh nur noch ein absurdes Kasperletheater ist. - Aber halt, es ist immer noch eine wesentliche und essentielle demokratische Veranstaltung. - Nur, hat man denn wirklich eine Wahl?

Ausser extremen und m. E. verfassungswidrigen Gruppierungen scheinen die etablierten Anbieter von Wahlversprechen so homogen und austauschbar wie nie zuvor. Seit geraumer Zeit werden die üblichen Sprechblasen in der Schlussphase des Wahlkampfes rausposaunt, als ob es gar bahnbrechendes zu verkünden gäbe. Dabei kommt einem vieles nur allzu bekannt vor. - Nein, Mut zur positiven Veränderung unseres Landes sehe ich hier nicht und ein echter Wahlkampf ist das sicher auch nicht, so merkwürdig ruhig geht es zu.

Die Titelverteidigerin, um es mal so zu sagen, hat es vorgezogen, die Sache eher ruhig anzugehen und einem weiteren Schlagabtausch mit dem Herausforderer aus dem Wege zu gehen. Sie wird ihre Gründe haben und die Umfragen bestätigen ja auch, das sie sich wohl keine allzu großen Sorgen machen muss. Laut denen glauben über 80 % der Wähler, das das Ergebnis im Grunde schon feststeht und auch wer vermutlich (wieder) gewinnen wird. - Laut Umfragen?

Bei soviel "Zuversicht" oder sollte man das anders nennen, muss man sich über den kommenden Wahlausgang eigentlich kaum mehr wundern, wenn obendrein im Vorfeld durch meinungsmanipulative Umfragen festgeklopft wird, wer denn "wahrscheinlich" das Rennen macht. - Wozu dann überhaupt noch eine Wahl? - Man könnte die Titelinhaberin doch eigentlich gleich zur Kaiserin krönen mit allen Insignien, wie Reichsapfel und Zepter, der Hofstaat bliebe derselbe und alles beim Alten. Das hätte den gewaltigen Vorteil, das die immensen Kosten für den Wahlkampf künftig wegfielen. Demokratisch wäre das dann allerdings nicht mehr. - Oder ist es vielmehr so, wie (manche) bösen Zungen behaupten, man könne wählen was man denn wolle, am Ende würde eh wieder das Gleiche dabei rauskommen?

In diesem Sinne, eine hoffentlich gute Wahl,

Gruss,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 21.09.2017 10:54.

21.09.2017 10:27 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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Radiomicky ist offline
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>>"Würden Wahlen wirklich etwas bewirken, wären sie verboten!"<<

Kançler
Mike
21.09.2017 12:48 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Mart Mart ist männlich
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Mart ist offline
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Ich wähl wieder "Die Linke".
Auch wenn's wahrscheinlich nix bringt.
Aber naja... Bürgerpflicht ist Bürgerpflicht. Augenzwinkern
21.09.2017 18:23 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
alpha
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alpha ist offline
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Ich wähle auch die Partei die 99% aller Menschen vertritt und nicht nur die 1%

Ich sehe allerdings derzeit keine Anlass in einer Vertreterdiktatur von Demokratie zu sprechen. Die Demokratie wird unterwandert von Konzernlobby und US-Interessen. In unserem Land bestimmen die Reichsten was der Rest zu machen hat nicht was das Volk für besser hält.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von alpha: 21.09.2017 19:33.

21.09.2017 19:30 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
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Tja, nun ist der Drops wohl gelutscht, fragt sich nur, ob das jetzt wirklich alle so toll finden, was möglicherweise auf uns zukommt, die Jamaika Koalition. - Hört sich ja irgendwie schon nach Bananenrepublik an, aber seis drum. Es wird sicher nicht einfach, FDP, Grüne und die CSU unter einen Hut zu bringen. Da bahnt sich womöglich ein gutes Stück Realsatire an, die Kabarettisten wirds freuen. - Trotzdem sind die Chancen auf ein Gelingen nicht schlecht, denn es gibt durchaus Gemeinsamkeiten zwischen CDU und Grünen. Man braucht sich ja nur so jemanden wie den Kretschmann anzuschauen, der würde wahrscheinlich noch im schwärzesten Keller einen Schatten werfen. Nicht zuletzt hatten Lindner und Özdemir wohl einen erkennbar entspannten Gedankenaustausch während einer der "Elefantenrunden".

Eine Frage die mich ausserdem beschäftigt ist, ob z. B. Dobrindt auch noch im künftigen Kabinett Verkehrsminister bleibt. Mir schwant Übles, man müsste ja eigentlich sagen, Gott bewahre uns davor. - Wie sagte einst Horst Seehofer? - "Der liebe Alexander wäre gleichbedeutend mit Milliardenüberweisungen nach Bayern". - Seine gescheiterten Projekte sind sicher Legion, vom Debakel mit der A1 Betreibergesesellschaft wollen wir erst gar nicht reden, auch nicht über den spannenden Ausbau der Glasfasernetze in trauter Zusammenarbeit mit den "Telekomikern", denn er ist ja auch Minister für Digitales nicht Digitalis.

So oder so, es wird spannend und mit Sicherheit werden einem auch die nächsten 4 Jahre, sollte er im Amt bleiben, auch weiterhin die Haare zu Berge stehen, wenn er wieder neue Ideen ausbrütet, die mutmasslich in die Pleite führen könnten. Was die anderen künftigen neuen Minister angeht liegen ja noch keine Erfahrungswerte vor, das wird erst die Zeit zeigen.

Und unsere Kanzelerin? - Die strahlt nach wie vor Zuversicht aus und wirkte sichtlich aufgeräumt trotz der Verluste, in der Ruhe läge die Kraft waren denn auch ihre einschlägigen Worte zu den kommenden Koalitionsverhandlungen. Sie wird es nach bewährtem Schema angehen, getreu dem Motto: "Komm in mein Gemach, sprach die Spinne zur Fliege, fort mit dem Riegel, in Liebe begehrt, zum Ruhme geehrt..." - Dem ist schon die SPD zum Opfer gefallen und verharrt nun in der relativen Bedeutungslosigkeit.

Was den rasanten Aufstieg der unsäglichen Partei am rechten äusseren Rand betrifft, herrschte allgemeines Entsetzen. Zu Recht wie ich meine. Ich frage mich allerdings ernsthaft, wo denn eigentlich der Verfassungsschutz ist, wenn solche Leute ihre Hetz-Parolen ungestört absondern können und auch noch von "jagen" sprechen.

Na wenigstens wird das nächste Kabinett eine andere Zusammensetzung haben, es sei denn der Jamaika Plan klappt nicht und Schulz würde sich doch noch zu einer Neuauflage der GROKO übereden lassen, was aber wohl eher unwahrscheinlich ist. Ein derartiger Wortbruch wäre wohl das entgültige Ende der SPD.




Gruss,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 25.09.2017 12:12.

25.09.2017 11:24 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
alpha
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alpha ist offline
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Keine Sorge, es wird alles bleiben wir vor Tausend Jahren.

Alle die reich sind haben immer mehr und die Nicht-Reichen werden weiter unterdrück, ganz diplomatisch. Augenzwinkern
27.09.2017 19:54 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Limpede Limpede ist männlich
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Limpede ist offline
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Herrlich, dein Sarkasmus... großes Grinsen
27.09.2017 22:45 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Limpede Limpede ist männlich
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Limpede ist offline
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Joachim,Du hast ja Recht....!
Ich bin auf Deiner Seite manchmal.
Politisch würde ich mich nie hier äussern.
Die Zeit hätte ich auch nicht.

Noapte Buna

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Limpede: 27.09.2017 23:50.

27.09.2017 23:32 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
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Danke für die Blumen Limpede, Zeit habe ich im Grunde auch nicht,
das heisst sie läuft einem davon, wie wohl bei jedem von uns,

Gruss,
joachim Augenzwinkern
04.10.2017 13:22 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Joachim ist offline
Nach der Wahl ist vor der Wahl? Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Oder jetzt haben wir den Salat, Jamaika ist Geschichte und was nun? - Die FDP hat es vorgezogen das Weite zu suchen und aus den Verhandlungen auszusteigen, weil denen vermutlich aufgegangen ist, das sie in einer Regierung unter Merkel und Seehofer nichts zu lachen hätten. bzw. kein einziges ihrer Vorhaben realisieren könnten. Darum wohl auch die Vollbremsung und der reichlich theatralische Fernsehauftritt der durchaus etwas amüsantes an sich hatte und alle Qualitäten von Realsatire aufwies.

Das resultierende Chaos war perfekt, man redete sich allseits den Mund fusselig in den Laberrunden der öffentlichen Bedürffnisanstalten, wie es denn nun weitergehen solle. Der Schuldige wurde schnell ausgemacht, die FDP. Schließlich meldete sich der Bundespräsident und sprach mahnende Worte an die Parteien zwecks staatspolitischer Verantwortung. Vorläufiger Höhepunkt des politischen Kaschperletheaters war, das Martin Schulz, nachdem er von Vater Eule, ich meine natürlich vom Bundespräsidenten Steinmeier ins Gebet genommen wurde und danach eine Neuauflage der GROKO nicht mehr kategorisch ausschloss.

Uff, das muß man erstmal sacken lassen, ein Mann ein Wort, oder wie oder was? - Hatte er nicht vor Kurzem noch getönt, das es eine Weiterführung der GROKO mit der SPD nicht mehr gäbe? - Dann folgte der aus meiner Sicht hilflose Versuch von Schulz den plötzlichen Sinneswandel mit allen möglichen abstrusen Erklärungen zu rechtfertigen. Angeblich gäbe es auch Druck innerhalb der Parteibasis, die eine Beteiligung an der Regierung fordern , die Jusos allerdings laufen gegen derartige Pläne schon Sturm.

Ja was denn nun? - Eines dürfte klar sein, sollte sich Schulz, was schon, wenn auch nicht spruchreif, fast absehbar ist, an dem erbärmlichen Possenspiel beteiligen, dürfte das dem politischem Selbstmord der SPD gleichkommen. - Ja mehr noch, in diesem ganzen (A****) Theater geht es nicht um Deutschland oder um den Willen der Wähler, es geht schlicht um den puren Machterhalt von Merkel und den Fortbestand ihrer neoliberalen Politik. Um es böse zu formulieren, die hat bisher noch alle geschafft, darüber sollten sich die potentiellen Hochzeitler im Klaren sein. - Die FDP, obwohl ich die überhaupt nicht mag, hat das relativ schnell begriffen. - Das Beste was uns passieren könnte wäre tatsächlich eine Minderheitsregierung, bei der sie sich für jedes Vorhaben eine Mehrheit beschaffen müsste, oder eben Neuwahlen, aber wer will das schon?

Gruß,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 26.11.2017 14:46.

26.11.2017 14:30 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Joachim ist offline
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Nun hat man wohl in den Sondierungen, ich dachte immer, so etwas gibt es nur beim Proktologen, zwischen Union und SPD, einem 24 stündigem Dauer Geschwafel einen Durchbruch erzielt, was immer das auch im Einzelnen heißen mag. Überraschend schnell, ob es daran liegt, das sich Bundespräsident Steinmeier (Vater Eule) im Vorfeld noch mal mit drohend erhobenem Zeigefinger eingemischt und an die besondere Verantwortung appelliert hat? - Wer weiß, das Wenige jedenfalls, was bei den hauptamtlichen Verkündern der Wahrheit durchgesickert ist, stimmt einem wenig optimistisch, im Grunde wird wohl (fast) alles so bleiben wie es ist, sollte es zu einer Regierungsbildung kommen. Die Frage wird sein, wer hat denn nun den Kürzeren gezogen bei der übernächtigten Pokerrunde um Macht und Monetas? - Denn nur darum geht es, andere Belange sind sekundär. Man kann es sich fast denken, denn schließlich kann die amtierende Inhaberin der Deutschland AG bereits fundierte Erfahrungen in jahrelangen (Aus)sitzungen vorweisen. Wie man das von ihr kennt, scheinbar bewegungslos kauernd, sich beinahe tot stellend und im entscheidenen Moment überraschend und hart zuschnappend, wenn der Gegner ob der eintönigen und einschläfernden verbalen Kost der Sinne beraubt, paralysiert und wankend vom Stuhl kippt, einem Krokodil gleich, das sein Opfer in der Todesrolle nach unten zieht und unter einen Fels klemmt bis das Fleisch schön mürbe ist. - So könnte es gewesen sein, Tierfreunde mögen mir verzeihen. - Auch die letzten Hürden dürften für die Geölte und Einzige vor dem Herrn kein allzu großes Hindernis mehr sein, wenn nicht die SPD unter Martin dem Superjedi im letzten Moment eine Rolle rückwärts macht und den Kampf gegen die dunkle Seite der Macht wieder aufnimmt, aber warum sollte sie? - Die Abstimmung im Sozenlager über kommende Koalitionsverhandlungen, eigentlich nur Formsache und etwaige Widerstände der linken Rebellenarmee werden publikumswirksam in Szene gesetzt aber im Keim erstickt, damit auch der letzte Hinterwäldler vom Provinz Stammtisch am Ende glaubt, das man es sich nicht leicht gemacht und heftigst um die Zukunft Deutschlands gestritten und Zähne gezeigt hat. - Halleluja, möge die Macht mit uns sein, die Verhandlungen mit dem Imperium können kommen, was sollte jetzt noch schiefgehen? - Denn: "Komm in mein Gemach sprach die Spinne zur Fliege, fort mit dem Riegel, in Liebe begehrt, zum Ruhme geehrt.... Die Rebellion ist niedergeschlagen, fortan herrschen wieder Gesetz und Ordnung im (deutschen) Universum.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 6 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 12.01.2018 23:40.

12.01.2018 23:05 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
schaeti001 schaeti001 ist männlich
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Moin,
wenn ich die ganzen Meldungen lese und so die Infos im Radio höre, heißt es immer nur: Das soll und das soll lommen:

Ich soll auch so viel und mache manches nicht.

Keine Aussage wie: Jawoll, das wird so gemacht. Immer nur dieses Rumgeeier.

Ich habe das dumpfe Gefühl, dass genau die jetzt das Ruder bekommen, die wir nicht unbegingt haben wollen.

Gruß
Timm
13.01.2018 09:13 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
d.-debilo d.-debilo ist männlich
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d.-debilo ist offline
Jaja, dass ist schon schwer, so eine Demokratie... Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

"Keine Aussage wie: Jawoll, das wird so gemacht. Immer nur dieses Rumgeeier."

Ja, das mit dem "Jawoll" usw. haben wir ja zum Glück überwunden...

Rumgeeier, wie Du das so despektierlich denunzierst ist der Versuch, möglichst viele teilweise sehr unterschiedliche Interessen in einem Land mit mehr als 80 Millionen Menschen und darüber hinaus in internationalen Kontexten friedlich zu befriedigen und möglichst wenige Menschen auf den zumindest wirtschaftlichen Bauch fallen zu lassen. das Rumgeeiere nennt sich Demokratie - das "Jawoll" steht eher für eine Politik, die allgemein als Diktatur oder ähnlich betitelt wird. Das hat übrigens wie die Geschichte gezeigt hat nicht damit zu tun, wie viele Menschen die demokratischen Parteiel wählen

Aber auch das ist leider Realität: Da gibt es mächtige, mit viel Geld ausgestattete Menschen und Vereinigungen, die ihre frisch in den Bundestag gewählten Christian Bieber und Justin Lindners dazu gebracht haben, mal wieder fortschrittliche, das heißt tatsächlich verändernde Politiker von jeder Machtoption fernzuhalten, damit Kohle, Diesel und Öl weiterhin unsere Luft und das Klima beschädigen können, aber vor allem damit weiterhin ungehindert mit diesen Umweltsauereien noch mehr Geld verdient werden kann. Deren Interessen sind im Koalitionsvertrag
bestimmt an prominenter Stelle vertreten.
Hier eine kürzlich dazu besprochener Text vom DLF.
http://www.deutschlandfunk.de/demokratie...ticle_id=402004

Die Sachen sind nun mal etwas komplexer, als es zunächst aussieht. Schau in die Parteikassen und die Spendengrößenordnungen (vorne dran sind CDU, FDP und AfD), dann bekommst Du eine Vorstellung davon, wer unser Land indirekt auf diesem Weg regiert.

Solange diese Parteien vom teils wirklich seltsam wählenden Menschen (wie sollen einfache, politisch schlecht/ gar nicht ausgebildete Leute sich auch neben ihrer teils sehr anstregenden Arbeit in die Feinheiten der politischen Entwicklungen vertiefen) in Regierungen gewählt werden, bzw. soviele Stimmen erhalten, dass sie mit solch riesigen Themen wie den im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung paar Flüchtlingen und deren Problemen eine Politik vor sich hertreiben, die daraufhin auf Generationen hin wirksame Entscheidungen treffen, die Unsummen an Geld und Umwelt- Lebensqualität kosten werden, solange hat unsere Bevölkerung wohl auch nix besseres verdient, könnte man sagen. Ich plädiere daher eher dafür, dass die Schulbildung mehr auf solche langfristig wirkenden Themen ausgerichtet gehört, als auf die überproportional gewichteten MINT - Fächer (wobei ich die auch für durchaus wichtig halte).

Vielleicht wäre es mal ganz gut, wenn Du Dich in einer Partei selbst engagieren würdest. Da erklärt sich dann vieles aus einer anderen Perspektive...

Es geht nicht um Personen, die an die Macht kommen, es geht um die dahinter stehenden, langfristigen Konzepte, die leider zu selten im Tagesgeschäft besprohen werden. Immer fragen: Wem nützt es im Ergebnis am meisten?

Auf deutschen Konten liegen als Barvermögen (also keine Immobilien usw.) über 5000 Milliarden (nicht Millionen) € rum. Diese Geldmenge befindet sich zu ca 80% in den Händen von ca. 10 % der Bevölkerung. Hier spielt die Musik. Alles andere sind Nebelkerzen, um diesen Umstand zu erhalten.
Bayer z.B. kauft für 66 Mrd.$ den US-Konzern Monsanto. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass aus dieser Richtung ein hohes Interesse besteht, dass möglichst keine Regierung entsteht, die den Geschäftsinteressen der Chemie zu sehr Schaden zufügt. Na, dämmert was?

Und den einfachen Leuten wird ein öffentliches Schauspiel aufgeführt mit angeblichen Sondierungen, die dann mit hehren Worten abgebrochen werden und mit einer GroKo mit leichten Verbesserungen fürs Volk usw.

Ob Du oder ich die oder die haben wollen, spielt dabei tatsächlich kaum eine Rolle. Entscheidend ist, für wen letztlich medial Stimuumg erzeugt wird. Und jetzt rate mal, für wen seit Jahrzehnten unsere große deutsche Volkszeitung mit Vier Buchstaben die Massen einschwört...

Wer sich bei der Wahl immer wiedeer für das Kapital und die Besitzenden entscheidet wird gequält.

Aber Du weißt ja, die Flüchtlinge sind das eigentliche Problem eines der reichsten Länder der Welt...
13.01.2018 20:16 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
schaeti001 schaeti001 ist männlich
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Morsche,
das mit dem "Jawoll" kam da ggf. falsch rüber.

Natürlich sollten sich die beteiligten Parteien einig sein und einen Entschluss getroffen haben. Entscheiden, wie machen wir's. Wenn es für die Entscheidungen eine Mehrheit in den Fraktionen gibt dann sagt man: Jawoll, so machen wir's. Immer das soll, soll, soll. An DIktatorischen Entshceidungen in unserem Land habe ich mit Sicherheit kein Interesse. Nur in den aktuellen Entshceidungen will sich jeder alle Hintertürchen offen lassen um dann zu sagen, das war aber alles anders gemeint.

Am sondieren sind die ja schon. Ausarbeiten, abstimmen, Entscheiden, verhandeln und dann machen.

Habe gerade im Radio gehört, dass der König von Bayern wieder am stenkern ist, weil ihm wieder einges nicht passt. Der hat an Ausarbeiten, abstimmen und verhandeln von außen her gesehen kein Interesse.

Gruß
Timm
14.01.2018 10:11 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Joachim ist offline
Vorsicht Satire! Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Naja, nicht umsonst hat die Erhabene und Sonnengleiche nach dem "Durchbruch", wir hoffen mal, das es nicht der Blinddarm war, wieder eine Strahlkraft, das die Sterne vor Neid erblassen. Sie wittert bereits Morgenluft und denkt sich ich kann so bleiben wie ich bin. Bei ihren Freunden aus der heiligen Wirtschaft konnte man ohnehin die ganze Zeit das Rattern von Gebetsmühlen und Stoßgebete vernehmen, auch das anschließende Aufatmen. - Zwar ist ja längst nicht alles in trockenen Tüchern, wie es heißt, solche Sprechblasen sind aber nur Teil der bewährten öffentlichen Inszenierung für das dumme Mäuslein. Letzlich nur Fassade in einer drittklassigen Seifenoper mit Darstellern die den Zenit bereits deutlich überschritten haben. - Sie könnten wenigstens die Fäden rausschneiden, an denen die Marionetten hängen.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 14.01.2018 11:46.

14.01.2018 11:27 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
d.-debilo d.-debilo ist männlich
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d.-debilo ist offline
also das "Sondieren" ist ja schon... Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

... so etwas wie Koalitionsverhandlungen. Sozusagen eine Trockenübung dafür.
Es ist ja nun nicht so, als würde derzeit in D keine Politik gemacht. Es werden nur keine neuen Projekte begonnen. Wenn ich mir so die Mautpleite angucke ist das wohl auch gut so.

Es ist halt komplex und kompliziert. Daran ändert sich leider nichts, egal wie sehr wir uns das auch wünschen. Und die alten Füchse siind oft die schlauesten. Siehe Schäuble und das erfolgreich begonnene Austrocknen der Steuerparadiese. Da muss zwar noch viel passieren, aber ich finde, die haben da innerhalb und außerhalb der EU einen riesen Schrit geschaftt - und es geht dort weiter. Hätte ich von dem alten Rollmops nicht gedacht und habe dafür hohen Respekt!

All diese Dinge sind zu bedenken - auch immer im Hinblick auf die fortdauernde Erpressbarkeit mir wegbrechenden Arbeitsplätzchen und Industrieansiedlungen in anderen Ländern - derzeit z.B. USA wegen der extrem aggressiven Steuerdumpingpolitik. Das muss alles austariert werden. Deshalb finde ich schon fortschrittlich, dass die paritätische Finanzierung der Krankenkassenbeiträge wieder eingeführt werden soll.

@Joachim: Klar ist das auch Satire und Schauspiel fürs gemeine Volk. Die wirklichen Kämpfe laufen vermutlich an ganz anderen Stellen und entlang ganz anderer Trennlinien.

Diese Demokratie ist schrecklich und fürchterlich, so wie sie nun mal ist - Mir fällt aber auch nix besseres ein. Auch die ernsthaft erwogene Möglichkeit der politischen ENtscheidungsfindung mit Hilfe von Computern und Algorythmen halte ich für schwierig, da die Manipulationsmöglichkeiten nur sehr schwer einzugrenzen sind. Aber es hätte den Vorteil, dass mehr Menschen bei mehr Themen direkten Einfluss bekämen.

Also machen wir halt erstmal weiter wie gehabt - nur aufregen sollten wir uns nur dann, wenn es wirkliche etwas nützt...

Grüße und einen schönen Sonntag!

d.-debilo

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von d.-debilo: 14.01.2018 15:04.

14.01.2018 15:02 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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Anhand des dieses "Sondierungs-Hickhack", kann man jetzt endlich erkennen, dass Wahlen absolut nutzlos sind!
Die Regierung macht sowieso, was ihr in Abhängigkeit mit der Wirtschaft gefällt!
Wahlen haben nur noch die Alibi-Funktion den Bürgern vorzutäuschen, dass sie durch ein Kreuz etwas bewirken könnten!

Wenn Bürger in diesen Zeiten politisch was bewirken wollten, dann wählten sie besser gar nicht! - Dann wäre die Regierung im "Handlungszwang"!

"A. Popp'sche" Grüße
Mike
15.01.2018 10:18 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Hallo d.-debilo, ein Gutes hat die Sache wie von Dir beschrieben, neue Projekte liegen momentan auf Eis. Das heißt gegenwärtig kann wohl kein weiterer Schaden angerichtet werden. Dafür hat man im Vorfeld ja noch so einiges durchgedrückt.

Für unsere Kanzlerin ist es sicher am Bequemsten wenn sie so weiter machen kann wie bisher, die Sozen braucht sie nur als bequemen Steigbügelhalter. Dann kann sie im Bundestag für weitere 4 Jahre in gewohnter Manier ihre Ohren auf Durchzug stellen, auf ihrem Smartphone rumwischen und alles abperlen lassen, während sich die Opposition mit vergeblicher Liebesmüh an ihr abarbeiten darf. - Also wie gehabt, wesentliche Änderungen sind wohl nicht zu erwarten. Der heiligen Kuh Wirtschaft vergoldet man weiterhin den Allerwertesten und vor jedem Konzern der ein paar Arbeitsplätze nicht mal auf Mindestlohnniveau schafft, geltendene Sozialstandards und Arbeitsrecht mit Füssen tritt (Amazon, Ikea usw.usw.) aber Steuern in Milliardenhöhe am deutschen Fiskus vorbeischleusst, macht man einen Kniefall und baut ihnen gleich reihenweise neue Brücken.

Nichts desto trotz, das sich die Kontrahenten wie erwartet gegenwärtig einen heftigen verbalen Schlagabtausch liefern, denke ich doch, das vieles davon nur inszenierte Showeinlage ist und sich die Spezialdemokraten letztendlich trotz geforderter Nachbesserungen der Sondierungsergebnisse auf faule Kompromisse einlassen werden. Denn die Aussicht auf Posten und Pöstchen, auch wenn man am Ende gegen die schwarze Witwe, die den Verdauungsaft bereits injeziert hat, nichts ausrichten kann und letzlich als Fresspaket endet, ist einfach zu verlockend. - Wäre schön, wenn ich diesmal grundsätzlich falsch läge, allein mir fehlt der Glaube.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 10 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 15.01.2018 11:20.

15.01.2018 10:37 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
MIG MIG ist männlich
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Leute, ganz ehrlich, ich verstehe dieses Rumgeheule auf allen Kanälen einfach nicht.

Wer behauptet, Wahlen seien nutzlos? Wenn die Wählerschaft denn wirklich eine Veränderung gewollt hätte, dann wäre das Ergebnis nicht so ausgegangen, wie es ausgegangen ist.

Mit welcher Legitimation soll denn eine Politik gerechtfertigt werden, die sich nicht aus einer Mehrheit ergibt?

So lange es noch als normal angesehen wird, dass jeder das wählen darf, was er will, sind die Ergebnisse daraus auch zu akzeptieren.

Ich frage mich immer, was die ewigen Nörgler eigentlich wollen?
Wird genörgelt, weil nicht die Partei die Regierung stellt, welche man selbst gewählt hat?
Oder weil die Partei ihre Ziele von vorneherein relativiert, weil sie ja gezwungen wird zu koalieren mit einem Partner, der einem selbst nicht passt?
Oder ist generell "alles Scheiße", weil es keine Partei gibt, die das "richtige" Programm hat?

Ich sags mal frei heraus: Ich fühle mich in solchen Diskussionen ziemlich beschissen. Denn offenbar bin ich (zusammen mit der Mehrheit der Wähler) daran "Schuld", dass es mir gut geht und ich daher mit der laufenden Politik zufrieden bin.
15.01.2018 14:55 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Original von MIG
Leute, ganz ehrlich, ich verstehe dieses Rumgeheule auf allen Kanälen einfach nicht.


Ich auch nicht, die einschlägigen Laberrunden erspare ich mir auch weitgehend. Miggroßes Grinsen

Zitat:
Wer behauptet, Wahlen seien nutzlos? Wenn die Wählerschaft denn wirklich eine Veränderung gewollt hätte, dann wäre das Ergebnis nicht so ausgegangen, wie es ausgegangen ist.


Ja schon, eine Neuauflage der Groko will eine Mehrheit aber offenbar auch nicht.

Zitat:
Mit welcher Legitimation soll denn eine Politik gerechtfertigt werden, die sich nicht aus einer Mehrheit ergibt?


Ja eben, allein regieren kann sie nicht, also auch keine Mehrheit, oder willst Du 33 % der Wählerstimmen als Mehrheit bezeichen?

Zitat:
Ich sags mal frei heraus: Ich fühle mich in solchen Diskussionen ziemlich beschissen. Denn offenbar bin ich (zusammen mit der Mehrheit der Wähler) daran "Schuld", dass es mir gut geht und ich daher mit der laufenden Politik zufrieden bin.


Natürlich bist Du nicht Schuld daran Mig und das Du zufrieden bist freut mich und kann und wird Dir auch niemand verübeln, ich auch nicht. - Nur gibt es eben auch die Seite derer, die das Ganze vom eigenen Standpunkt her etwas anders sieht. Übrigens, ich stand den Genossen mal nahe, aber das war vor dem Jahre 2004. - Heute nicht mehr, warum kannst Du dir sicher denken.

Naja, warten wirs ab, mehr können wir eh nicht tun.

schönen Gruß,
joachimAugenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 15.01.2018 19:24.

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Ich verstehe nicht, was die da gerade in Berlin machen.
Die Groko-Stillstandregierung aus CDU/CSU und SPD der letzten 4 Jahre wurde ganz klar abgewählt, das war das mehr als eindeutige Ergebnis der Wahl.
Die SPD war zu keiner weiteren Zusammenarbeit in einer Regierung mit der CDU bereit.
Über was also verhandeln diese Leute da eigentlich gerade?
Ich verstehe es nicht.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Mart: 15.01.2018 20:10.

15.01.2018 20:00 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Zitat:
Original von Mart
...Die Groko-Stillstandregierung aus CDU/CSU und SPD der letzten 4 Jahre wurde ganz klar abgewählt, das war das mehr als eindeutige Ergebnis der Wahl...


Bei allem Verständnis - hier irrst Du: Trotz höherer Wahlbeteiligung als bei der letzten Wahl, haben CDU/ CSU und SPD zusammen eben mehr als 50 % aller Wähler überzeugt. Abgewählt bezieht sich wohl auf die gesunkenen Zustimmungszahlen. Inwieweit die nur aus der gestiegenen Gesamtzahl der Wähler resultieren oder ob tatsächlich in absoluten Zahlen weniger Menschen diese Parteien gewählt haben ist dabei egal: Sie wurden mit Mehrheit gewählt (sogar noch bei gestiegener Wahlbeteiligung) und können mit voller Berechtigung daraus einen erneuten Regierungsauftrag ableiten. Die Mehrheit haben sie laut Umfragen übrigens bis auf das Meinungsforschungsinstitut INSA auch bei allen anderen Instituten nach wie vor.
Guckst Du hier: http://www.wahlrecht.de/umfragen/

Grüße
d.-debilo
16.01.2018 02:43 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Das tut mir leid, dass Dir diese Betrachtungen gegen den Strich gehen, bzw. Du Dich dabei schlecht fühlst. Es freut mich sehr, dass es Dir gut geht!! Das soll auch gaaaanz lange so bleiben und hier will sicher niemand etwas daran ändern!

Und Du hast natürlich Recht: Die Ergebnisse dieser Regierungen der letzten Jahrzehnte mit allen Irrungen und Wirrungen Fehlern und guten Entscheidungen haben insgesamt zusammen mit der hier immer wieder angeprangerten bösen bösen Wirtschaft dazu geführt, dass
1. Hier im Land und in Europa weitestgehender Friede herrscht,
2. die wirtschaftlichen Verhältnisse zumindest so sind, dass wohl kaum jemand ernsthaft in Gefahr gerät, zu verhungern und ohne Wohnung auskommen zu müssen. (Bei Obdachlosen gibt es vielfältige Ursachen, die hier zu weit führen würden)
3. Der Rhein und andere Gewässer wieder einigermaßen sauber ist und die Wälder ebenfalls nicht gestorben sind.
4. Dass unsere Kinder in Schulen gehen können und bei einigermaßen Lernerfolg auch eine Stelle bekommen, jedenfalls inzwischen wieder.
5.
6.
.
.
.
wo ist auf meiner Tastatur das Unendlich-Zeichen?

Trotz und alledem: Was hier immer wieder zu Diskussionen führt ist die Tatsache, dass real da wo Demokratie drauf steht, keine reale Demokratie drin ist ( wie ich finde in weiten Teilen zum Glück, aber das ist ein anderes Thema). Ich finde nur, man sollte es den Menschen auch genau so sagen:
"Wir sind die Experten für die Entwicklung unseres Landes und wir machen das Beste für jeden Einzelnen von Euch! Und wenn wir das nicht in Eurem Sinn tun, dann dürft Ihr uns dafür abwählen, auch wenn die anderen, die dann an die Macht kommen kaum eine Möglichkeit haben, signifikant anders zu Handeln, da die Zwänge auch dann die selben sind."

Dahinter stehen ja auch so genannte Schattenregierungen von Experten und Wirtschaftsfachleuten, oder einfach nur Leuten, die richtigviel Geld geerbt (z.B. Quandt Familie, Porsche, Piech usw.)haben und verabreden sich mit Politikern und anderen Experten aus anderen Ländern, wie der Hase so im Großen und Ganzen zu laufen hat. Ich vermute, das passiert unter anderem bei solchen Treffen wie beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Der Geschäftsführer dieser Veranstaltung ist übrigens gerade ein gewisser Herr Rösler, der mit diesem netten Vergleich mit dem Frosch im kalten Wasser, der erst zu spät merkt, wenn es anfängt zu kochen...

Dass Gute daran ist, dass auch diese Leute und deren Kinder möglichst lange auf dieser Pille bleiben wollen und ebenfalls inzwischen keine große Lust mehr auf nukleare oder andere kriegerische Auseinandersetzungen und verrußte Lungen haben. Auch da dreht sich etwas. (Außer bei Trumpeltieren, obwohl der ja inzwischen auch mit Nordkorea vielleicht zumindest spricht...??)

Ob demokratische Entscheidungen von politisch und fachlich völlig unbeleckten Laienspielern (wie zum Beispiel den Altnaiven für Deutschland) per Wahlen getroffen werden, oder von einigermaßen gut ausgebildeten und mit einigermaßen gutem politischen Wissen ausgestatteten Machtmenschen kann ich nicht wirklich entscheiden. Kann vermutlich beides gleichermaßen in die Hose gehen.

Deshalb ist es wohl von allen schlechten Möglichkeiten die Beste, nämlich die Mischung die wir hier haben.

Grüße
d.-debilo

@ Radiomicky:
Was durch "gar nicht mehr wählen Gehen" besser werden soll, erschließt sich mir ganz und gar nicht. Den Handlungszwang erreichen nicht die Nichtwähler, sondern die inneren und äußeren Interessenkonflikte und Gegensätze. Die gehen auch vom Nichtwählen nicht weg.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von d.-debilo: 16.01.2018 03:15.

16.01.2018 03:13 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Zitat:
Original von d.-debilo
Zitat:
Original von Mart
...Die Groko-Stillstandregierung aus CDU/CSU und SPD der letzten 4 Jahre wurde ganz klar abgewählt, das war das mehr als eindeutige Ergebnis der Wahl...


Bei allem Verständnis - hier irrst Du: Trotz höherer Wahlbeteiligung als bei der letzten Wahl, haben CDU/ CSU und SPD zusammen eben mehr als 50 % aller Wähler überzeugt.
Grüße
d.-debilo


Das ja, aber eben unter der Prämisse, daß sich eine SPD laut deren Sprecher Martin Schulz eben NICHT an einer erneuten Regierung mit der CDU beteiligen würde, und das schließt eine GroKo als Ergebnis halt AUS.
Das jedenfalls waren seine Worte.
Hätte er gesagt, daß er die Scheiße gern weiter machen würde, wäre die Wahl anders ausgegangen.

Wenn es also kompletterBullshit ist, was die Parteien bzw. deren Sprecher vor einer Wahl da von sich geben - woran soll sich der gemeine Wähler dann orientieren, wenn er die Wahl beeinflussen möchte?

Welche Botschaft soll der Wähler nun für's nächste Mal daraus ziehen?
NOCH mehr AFD, weil die alle eh nur rumlügen?!

Ich bin ganz sicher nicht für eine AFD, aber GANZ sicher für Neuwahlen und ich hoffe inständigst, daß die Sondierungen scheitern.
Heuchler Schulz stand FÜR die Opposition, dafür (und NUR dafür) hat er die erhaltenen Stimmen bekommen, DAS ist sein Wählerauftrag - und daran soll er sich gefälligst halten!

Und wenn er sich nicht daran halten möchte, wofür er gewählt wurde, weil er GELOGEN hat, müssen eben Neuwahlen her. Das ist doch die einzig logische Konsequenz!

Sollte wieder die klar abgewählte GroKo gebildet werden, führt das nächstes Mal nur zu einer noch stärkeren AFD, und das kann es ja wohl nicht sein.

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Mart: 16.01.2018 06:09.

16.01.2018 05:56 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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@d.debilo
@Mart

Absichtlich habe ich mit meinem "Unverständnis" überzogen. Ich verstehe Eure Standpunkte. Nur handelt es sich dabei eben um Grundsatzthemen wie "Glaubwürdigkeit" und "Ehrlichkeit".

Demokratisch an sich ist es ja schon, dass sich eine Regierung nur dann zusammensetzen kann, wenn sie mehr wie 50% der Wählerstimmen auf sich vereint.

Undemokratisch hingegen ist es, wenn es den Parteien überlassen bleibt, wie sie über die 50% kommen.

Was wäre also zu ändern? Dem Wähler die Macht über die Koalitionsbildung überlassen? Eigentlich gar keine so schlechte Idee, wenn wir bestimmen könnten, wer mit wem regieren MUSS.
Dann könnte sich ein Lindner nicht aus der Verantwortung stehlen und ein Seehofer sich nicht vor den Grünen drücken.

Wäre das "zu russisch"?
Treffen sich ein Amerikaner, ein Engländer und ein Russe. Amerikaner und Engländer prahlen mit ihren Errungenschaften. Der Russe schaut nur mitleidig und meint: "Ist sich ja alles recht und schejn was ihr da könnt. Aber bei uns geht ein Biene durch ein Nadelöhr!"
Ungläubig fragt der Amerikaner: "Wie soll denn das gehen?"
Der Russe: "DER BIENE MUSS!"

Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von MIG: 16.01.2018 07:14.

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RE: @ Mig Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Zitat:
Original von d.-debiloDahinter stehen ja auch so genannte Schattenregierungen von Experten und Wirtschaftsfachleuten, oder einfach nur Leuten, die richtigviel Geld geerbt (z.B. Quandt Familie, Porsche, Piech usw.)haben und verabreden sich mit Politikern und anderen Experten aus anderen Ländern, wie der Hase so im Großen und Ganzen zu laufen hat. Ich vermute, das passiert unter anderem bei solchen Treffen wie beim Weltwirtschaftsforum in Davos.


Kann schon sein, aber die grauen Eminenzen im Hintergrund werden sich heutzutage zeitgemäss auch über Videokonferenzen austauschen um den nächsten Coup zu starten, denke ich. In verqualmten und dunklen Hinterzimmern wird wohl auch niemand mehr rumsitzen und den nächsten 5 Jahresplan diktieren. Das wird eher beiläufig auf irgendwelchen Veranstaltungen geregelt, wie du so schön beschrieben hast, bei den üblichen Geschäftsessen o. ä. wo man nicht nur den Gaumengenüssen frönt.

Böse Zungen behaupten gar, das die "Wunschlisten" gewisser Kreise oder besser gesagt, das, was zu passieren hat, direkt an die Galleonsfiguren der "Macht" weitergeleitet werden. - Naja, wer von uns hat schon Einblick in solche Kreise, oder was alles im Verborgenen abläuft. Da kann man als Laie nur mutmassen, unstrittig scheint, das mächtige Interessengruppen massiven Einfluss auf die Politik nehmen und auch bekommen. Die Hunderten an Lobbyisten rund um das Kanzleramt sprechen Bände und lassen keinen anderen Schluss zu. Da tummelt sich u. a. auch aus der Autoindustrie alles was Rang und Namen hat, VW, Daimler, BMW usw. usw. oder die großen Energiekonzerne, das gleiche Spielchen in Brüssel. An den Schaltstellen der Macht drehen überall Interessengruppen kräftig an den Stellschrauben und mit Erfolg! - Das diese "Praktiken" des "Einflüsterns", um es mal harmlos auszudrücken, selten Vorteile für die Verbraucher oder den Bürger bringt und die Demokratie letztlich zur blossen Fassade verkommen lässt, dürfte wohl auf der Hand liegen.

Gruß,
joachimAugenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 16.01.2018 12:54.

16.01.2018 12:31 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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RE: @ Mig Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Zitat:
Original von d.-debilo
@ Radiomicky:
Was durch "gar nicht mehr wählen Gehen" besser werden soll, erschließt sich mir ganz und gar nicht. Den Handlungszwang erreichen nicht die Nichtwähler, sondern die inneren und äußeren Interessenkonflikte und Gegensätze. Die gehen auch vom Nichtwählen nicht weg.


@d.-debilo:
Das erfordert bei diesem "phlegmatischen" deutschen Volk wohl ein bisschen Umdenken, - damit meine ich auch die Regierung!
Denn wenn alles so läuft, wie gehabt, braucht es auch keine "positiven" Veränderung für den "Pöbel". Es werden nur Vorteile für die Wirtschaft und "Beraubungs"-Unternehmen (Privat...~) generiert! - Oder haben wir in den letzten Jahrzehnten ir-gend-ei-nen "sozialen" Fortschritt FÜR den "Pöbel", - ich sage hier bewußt nicht "Bürger", denn etymologisch und memetisch ist das falsch, - gemacht?!

Wer ist denn in der Politik oder war in der Politik? - Vorstände von Großkonzernen, Manager und vor allem Lobbyisten! Und da werden die Fäden "ungefragt" für den Pöbel gezogen!
Das war vor Jahrhunderten so und wird immer so bleiben, WENN der neumodisch benannte "Bürger", der schließlich für den Staat bürgt mal den A.... in der Hose hätte, wie in anderen Ländern, im "demokratischen" Sinne "friedlich" handelt.
Das wäre eine Nichtbeteiligung von Wahlen, - oder zumindest eine sehr geringe, so dass der manipulativen Politik, wie wir sie ja heute in den Sondierungshickhack vernehmen, dem ach-so-demokratische Fundament entzogen würde. - Denn was bringen noch Wahlen, wenn die teuren Sondierungsgespräche hinter den Kulissen stattfinden, - um so noch das Beste im fiktiv-geglaubten Kompromiss dem Pöbel täuschen zu können? - Sie MÜSSEN "Neu" denken! Augenzwinkern

Und jetzt wird es paradox: sprechen wir nicht alle von "Demokratie" - "Die Macht des Volkes"?
Auch hier gibt es einen Irrtum: Wir haben keine Demokratie! - Etymologisch gesehen, heißt es aus dem altgriechischen: "Dorf" (Demos) und "Ziehen" (kratere), - kurzum das Dorf verwaltet sich selbst, und NICHT das Land, - und schon gar nicht ganze Länder (EU).

Was wir heute wirklich haben ist die "Ochlokratie":
>>Zu beachten ist dabei aber, dass es dabei im heutigen Verständnis eher auf die Ochlokratie anspielt (die Entartung der Demokratie durch Herrschaft des Pöbels) und nicht auf unser Verständnis von Demokratie.<<

Doch durch unseren verhunzten Sprachgebrauch und die damit kreierten "Neu"-Bedeutungen geschuldet, ist die deutsche Sprache nicht mehr die 'exakteste', die sie einst war.

Schauen wir doch mal in einen Herkunfts-Duden z.B. nach der Bedeutung von "Privat"!...

Doch zurück zu den Wahlen: Sind diese in Deutschland "wahrhaftig" demokratisch?...

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Radiomicky: 16.01.2018 12:59.

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d.-debilo d.-debilo ist männlich
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Hallo Ihr Lieben,

das sind ja interessante Perspektiven!

Ich finde die Idee mit dem Wählen von Koalitionen gar nicht so schlecht. Leider würde das Wahlverfahren dadurch so verkompliziert, dass wohl zu viele Menschen dadurch gar nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen würden - aber das käme mal auf einen Versuch an. Vielleicht als Zusatzoption oder so. Trotzdem finde ich die Koalitionsbildung an sich keinen undemokratischen Akt. Denn auch dabei wird sehr ernsthaft versucht, entsprechend der Stimmverteilung die Wahlprogramme der Partner umzusetzen. Das war auch in der letzten Koalition so (z.B. der Mindestlohn wäre sonst undenkbar gewesen)

Nebenbei: Sind Parteien nicht sowieso schon Koalitionen einzelner Gruppen und Personen?

Das mit dem Lügen ist so eine Sache. Sicher war es keine kluge Aussage von Schulz gewesen, sich einer GroKo am Wahlabend pauschal zu verweigern. Dass vor der Wahl angekündigt wurde, dass man auf keinen Fall eine GroKo will, ist aber natürlich immer unter dem Vorbehalt zu betrachten, dass eben die Ergebnisse und die Verhandlungen der Anderen das auch hergeben. Das muss jeder aufgeklärte Wähler in unserer Demokratie auch wissen. So mal einfach so lange neu zu wählen bis es dann passt, ist nach meiner Auffassung auch keine gute Alternative. Dass Politiker immer wieder auch pragmatische Entscheidungen treffen müssen, die auch durchaus mal entgegen den eigenen Wünschen ausfallen, weiss jeder, der schon mal in politischer Verantwortung war. Das hat weniger mit Lügen und Unehrlichkeit zu tun, als mit tatsächlichen oder empfundenen Sachzwängen - hier Verantwortung für Deutschland und die SPD, die das eigene Wollen und Wünschen einschränken.

Aus einer unklugen, nicht haltbaren Aussage einen Politiker, der seit etlichen Jahren insgesamt einen ehrlichen und guten Job gemacht hat pauschal als Lügner zu verunglimpfen, halte ich für überzogen. Vor allem dann, wenn dahinter alle anderen Kriterien im politischen Diskurs völlig verschwinden. Jeder lügt mal oder macht eine Zusage, an die er sich hinterher aus welchen Gründen auch immer nicht mehr halten kann. Wollen wir dafür dann unangemessen und für meine ganze Familie/Partei bestraft werden?
Alternative Fakten Deutschlands sind da aber sicher keine gute Wahl, es sei denn, man will zurück in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts mit Pro Atommüll und Mutti gehört an den Herd usw.!

Ein Parteivorsitzender der SPD arbeitet nun mal nicht im luftleeren Raum. Ich denke, der ist von seinen eigenen Leuten zurück gepfiffen worden, die sich wohl zu Recht gesagt haben: "Opposition ist Mist". Denn eigentlich ist es immer besser, in Regierungsverantwortung zu agieren, als nur am Rand zu stehen und nix mehr wirklich beeinflussen zu können. Und das hat wenig mit Pöstchengeilheit zu tun, als mit den sich daraus ergebenden Wirkmöglichkeiten. Die Wähler wählen in der Regel auch fürs Regieren, und nicht für die Opposition.

An was soll man sich nun als Wähler halten? In der Regel ist das das jeweilige vorher auf Parteitagen beschlossene Wahlprogramm. Denn auf dieser Bsis wird dann die Politik der Parteien auch ausgerichtet, auch in Koalitionsverhandlungen. So war das jedenfalls bei den Grünen in den Jamaika-Verhandlungen.

Da steht drin, was die jeweilige Partei für die nächste Wahlperiode in den verschiedenen Politikfeldern für sich, falls sie alleine regieren würde, umsetzen will. Und auf dieser Basis werden auch Koalitionsverhandlungen geführt, bei denen die Verhandler mit mehr oder weniger Biss und Erfolg versuchen, so viele wie möglich ihrer eigenen sich von den Vorhaben des/der anderen potenziellen Partnern unterscheidenden Punkte durch zu bekommen.

Nach den Verhandlungen wird dann das Ergebnis je nach Partei mehr oder weniger parteidemokratisch bewertet (SPD/ Grüne ja, CDU/CSU nein) und entweder abgesegnet, oder verworfen. Erst nach dem Verwerfen wird über Neuwahlen entschieden - oder über eine geduldete oder mit wechselnden Mehrheiten agierende Minderheitsregierung.

Man sollte bei der Forderung nach Neuwahlen auch immer bedenken, dass Wahlkämpfe wahre Ressourcenfresser sind - sowohl persönlich, als auf finanziell für den Steuerzahler als auch für die Parteien und die sich bewerbenden Wahlkämpfer. Das würde also auch wieder die Parteien unangemessen bevorzugen, die schier unerschöpfliche Finanzen zur Verfügung haben: CDU/CSU, AfD, FDP - die anderen fallen dann auch wieder auf den Bauch...wie ich finde extrem ungerecht. Auch deshalb sollte das nach meiner Meinung die letzte Option sein, die gezogen wird.

Grüße
d.-debilo
16.01.2018 13:12 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Nun ich befürchte, dass selbst die Möglichkeit des "Koalitionszwanges durch Bürgerwahl" nicht für allgemeine Zufriedenheit führen würde, aber es würde dem Gefühl der Machtlosigkeit entgegenwirken.

Soziale Verbesserungen der letzten Jahre? Nun, ich höre da nur den Neid meines (verstorbenen) Opas sowie meines Vaters. Kindergeld? Elternzeit? Mindestlohn? Gab es früher nicht. Zwei Autos, Motorrad, Boot, Haus und das mit 35? Zu Opas Zeiten undenkbar. 35 Stunden Woche, 30 Tage Urlaub, Lohnfortzahlung?
Das ist, wohlgemerkt, meine Sicht der Dinge. Wie es scheint, geht es mir nicht nur gut, sondern saugut.

Worauf ich mich vor Wahlen verlasse? Nur auf mich selbst. Ich schaue auf mich, meine Familie, meine Arbeitsstätte, meine Freunde und Verwandte. Finde ich da irgendjemanden, der unzufrieden ist? Der benachteiligt wurde? Der irgendwie, politisch bedingt in Not geraten ist? Nein. Wozu also Experimente machen, wenn der Status quo für mich gut ist?

Gerne würde ich mich auf Experimente einlassen, die zukunftsgerichtet sind. Und zwar nicht nur "deutsch" oder "europäisch", sondern gesamtheitlich.

Nach meiner bescheidenen Meinung krankt es an der allgegenwärtigen Angst altes Porzellan zu zerschmeißen um spürbare Schritte vorwärts tun zu können.
16.01.2018 13:59 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
d.-debilo d.-debilo ist männlich
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RE: @ Mig Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Zitat:
Original von Radiomicky...Das erfordert bei diesem "phlegmatischen" deutschen Volk wohl ein bisschen Umdenken, - damit meine ich auch die Regierung!
Denn wenn alles so läuft, wie gehabt, braucht es auch keine "positiven" Veränderung für den "Pöbel". Es werden nur Vorteile für die Wirtschaft und "Beraubungs"-Unternehmen (Privat...~) generiert! - Oder haben wir in den letzten Jahrzehnten ir-gend-ei-nen "sozialen" Fortschritt FÜR den "Pöbel", - ich sage hier bewußt nicht "Bürger", denn etymologisch und memetisch ist das falsch, - gemacht?!

...

Doch zurück zu den Wahlen: Sind diese in Deutschland "wahrhaftig" demokratisch?...


Nun ja, das Volk findet wohl, dass es sich in D ganz gut aushalten lässt, trotz aller Probleme. Ob das objektiv richtig ist, mag ich nicht beurteilen. Aber ich vermute, dass die Wähler es nicht so schrecklich empfinden, dass sie zum Umsturz aufrufen, zumal wohl so richtig gute UND sofort umsetzbare Alternativen zu unserem System weit und breit nicht erkennbar sind.

Vorteile für "die Wirtschaft" sind auch immer indirekt Vorteile oder zumindest die Vermeidung von gravierenden Verschlechterungen für die Mehrheit der Mitbewohner eines Landes.

Hartz IV hat sicher vielen echte Nachteile gebracht, hat aber im Nachhinein dafür gesorgt, dass die Kapitalflucht ins Ausland gestoppt wurde und inzwischen der Wirtschaftsstandort Deutschland durchaus attraktiv ist - was wiederum zu relativ sicheren Arbeitsplätzen geführt und zu spürbarer Verbesserung der Konsummöglichkeiten bis hin zum boomenden Eigenheimbau. Die Verhinderung von nachhaltigen Nachteilen für eine große Bevölkerungsgruppe kann man durchaus auch als Erfolg und "sozialen" Fortschritt FÜR den "Pöbel" werten, nämlich dann, wenn rundherum alles bergab gegangen ist.

Die Frage ob wir in D demokratisch wählen (abgesehen von sprachlichen Feinheiten, Entwicklungen und Ursprüngen) würde ich prinzipiell bejahen, denn jeder darf sich daran beteiligen. Ob die Wähler allerdings tatsächlich ihren eigenen Interessen gemäß wählen, oder sie sich entgegen ihren Interessen vereinnahmen lassen und seltsam daneben greifen ist wohl eher diskussionswürdig. Insbesondere die Ursachen für derartiges Verhalten würden mich sehr interessieren.

Trotzdem, sinnentleertes Arsch hoch und nicht mehr wählen ist für mich keine erstrebenswerte Vorgehensweise. Lieber mehr politische Bildung für mehr Menschen, vor allem auch für so genannte bildungsferne Schichten!

Grüße
d.-debilo
16.01.2018 14:24 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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@d.-debilo:
Wie sagte einst Kurt Tucholsky:
"Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten!" Augenzwinkern
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Zitat:
Original von MIGGerne würde ich mich auf Experimente einlassen, die zukunftsgerichtet sind. Und zwar nicht nur "deutsch" oder "europäisch", sondern gesamtheitlich.

Nach meiner bescheidenen Meinung krankt es an der allgegenwärtigen Angst altes Porzellan zu zerschmeißen um spürbare Schritte vorwärts tun zu können.


Genau, gut ausgedrückt MIG, das "alte Porzellan" müsste "dringend" erneuert werden, um nachhaltig etwas zu ändern, da reicht es nicht, das man so lange weiter macht, bis sich das irgendwann biologisch regelt.

Gruß,
joachimAugenzwinkern

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Zitat:
Original von Radiomicky
@d.-debilo:
Wie sagte einst Kurt Tucholsky:
"Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten!" Augenzwinkern


Und wenn wir schon bei den Volksweisheiten sind, hier noch eine:

Der Bauer sagt immer: "Die Tröge bleiben die gleichen, nur die Schweine wechseln..." - Das heißt in diesem Fall trifft die alte Bauernregel aller Wahrscheinlichkeit wohl doch nicht so ganz zu. großes Grinsen

Hoffen wir mal, das wir in Bälde Klarheit haben wie es weitergeht, ich schätze den meisten geht das Thema mittlerweile ziemlich auf den Wecker, was ja nach all dem Hickhack der schon stattgefunden hat, durchaus nachvollziehbar ist.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

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16.01.2018 21:42 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Jedenfalls bisher nicht, nur das die Verhandlungen über eine Neuauflage der GROKO laufen. Hier und da kann man lesen das es, im SPD Jargon gesprochen bei gewissen Themen "quietscht". Die kuriose Wortwahl soll wohl harte Verhandlungen besonders unterstreichen. Mehr oder weniger lautstarkes Geplänkel allerorten, nur was ist davon echt und was nur Bauerntheater für das geneigte oder weniger geneigte Volk? - Schulz hat derweil schon verlauten lassen, das er sich auch ein Ministeramt in der künftigen Regierung gut vorstellen könnte. Also doch schon alles in trockenen Tüchern und man tut nur so, als ob man in den Nachtsitzungen hart um Kompromisse ringen würde? - Unserer Kanzlerin indes kann es wohl nicht schnell genug gehen, sie drückt aufs Tempo. Kein Wunder, denn je schneller das Possenspiel der Laienspieltruppe durch ist, desto eher kann sie wieder ihrer gewohnten Beschäftigung nachgehen und das machen, was sie am Besten kann, weiter "merkeln".

Dem Land mit seinen gravierenden gesellschaftlichen und massiven Gerechtigkeitsproblemen wäre aus meiner Sicht damit allerdings nicht gedient und ein völliger Wechsel abseits von reinen "Macht Aufrecht Erhaltungskoalitionen" wäre ansgesichts des zunehmenden allgemeinen Unmuts mehr als nur ratsam.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 29.01.2018 13:38.

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