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cc2.tv-Fan-Club » CC2tv +CC2audio » Off-Topic » Warum war "früher alles besser"? (Technik) » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen   Warum war "früher alles besser"? (Technik)
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MIG MIG ist männlich
Fördermitglied

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Dabei seit: 17.06.2011
Beiträge: 1.068
Wohnort: Lützelbach

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Warum war "früher alles besser"? (Technik) Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Vorab: Die Frage ist nicht ganz erst gemeint und bezieht sich ausschließlich auf die Technik. Bitte keine Polit-Diskussion anfangen, ich bin einfach in philosophier-Laune ^^

Da ich mich viel mit alter Hardware befasse ertappe auch ich mich gerne dabei zu sagen, dass "früher alles besser war". Beispielsweise hatte man es selbst in der Hand, ob man ein "Update" gemacht hat, oder nicht. Noch besser: Updates waren oftmals überhaupt nicht nötig und über die Notwendigkeit hat man immer noch selbst entscheiden können.

Der liebe Computer arbeitete nur dann, wenn er vom Anwender auch etwas zu tun bekommen hat. Heute blinkt die Aktivitäts-LED ja dauernd... und hinterlässt zumindest bei mir manchmal ein unangenehmes Gefühl..."Was treibt die Kiste?"

...

Aber auf der anderen Seite möchte ich nicht mehr "zurück". Wenn ich heute eine bestimmte Software haben will reicht eine kurze Suche im Netz und ich habe, was ich will. Und noch besser: Es existiert Software für alle möglichen Anwendungsfälle. Und trotz aller Unkenrufe möchte ich behaupten, dass das Ganze doch mittlerweile recht stabil läuft.


Fluch und Segen:
Man muss die Technik nicht mehr verstehen, um sie bedienen zu können.
01.02.2018 16:36 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
Mitglied

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Dabei seit: 07.09.2011
Beiträge: 1.977
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Joachim ist offline
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Hallo MIG, selbst wenn die Frage nicht ganz ernst gemeint ist, wir ticken da glaube ich in der Beziehung was Technik angeht, ziemlich ähnlich.

Natürlich war früher nicht alles besser, eher anders. Heute würde man sagen umständlich, kompliziert und langsam. Man musste sich schon intensiv mit Computern und Technik im allgemeinen beschäftigen, um Erfolgserlebnisse zu haben. Computer galten lange Zeit bis in die 1990er Jahre hinein als wahre Exoten, erst Recht, die Leute die sich damit befassten. Umso schöner war es wenn man Dinge zum Laufen bekam, das beflügelte für neue Projekte und es gab unglaublich viel zu entdecken. Der größte Unterschied zu heute war die allgemeine Aufbruchstimmung und Euphorie, Computer waren etwas ganz besonderes, was damals nicht jeder hatte und sich auch nicht jeder leisten konnte. Man war in der Regel mit sich und seinem kleinen Universum, denn Vernetzung oder gar Internet war noch ein Fremdwort, was kaum jemand kannte. Man war geduldig in jenen Zeiten und wartete mitunter wochenlang auf ein Programm oder Spiel, das man sich bestellt hatte, wenn es der Computerladen vielleicht nicht hatte. Um so größer die Freude, wenn man den erworbenen Schatz dann endlich in den Händen hielt. Die Uhren tickten eben noch anders, heute in Zeiten ständiger Verfügbarkeit und all der Ungeduld und Eile wäre das schlicht undenkbar. Damit ist eine Menge verloren gegangen seit jenen Tagen, Computer sind heute ein Allerweltsgegenstand wie jeder andere, (fast) jeder hat einen oder mehrere. Software ist in Massen verfügbar, zwar nicht zum Nulltarif wie wir wissen, aber dennoch sofort abrufbar. Es ist eben nichts besonderes mehr, auch bereitet es kaum Probleme, einen Computer zu nutzen, wenn man kein Fachwissen besitzt. Er ist zu einer alltäglichen Technik geworden, kinderleicht zu bedienen, wie eine Waschmaschine eben auch. Der ursprüngliche Charme und Nimbus des Besonderen aber sind wohl für immer verflogen und damit auch oft die Freude daran. Vielleicht war es ja diese kleine überschaubare heile Computerwelt, die den Reiz im Wesentlichen ausmachte, bevor das Internet alles viel größer aber auch viel schwieriger machte und in gewissem Sinne auch die Unschuld damit verloren ging.

Gruß,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 02.02.2018 16:10.

02.02.2018 15:47 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Mart Mart ist männlich
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Dabei seit: 06.04.2007
Beiträge: 1.023
Wohnort: Dönerstadt (Köln)

Mart ist offline
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Zitat:
Original von Joachimauch bereitet es kaum Probleme, einen Computer zu nutzen, wenn man kein Fachwissen besitzt. Er ist zu einer alltäglichen Technik geworden, kinderleicht zu bedienen, wie eine Waschmaschine eben auch.


Ganz so optimistisch sehe ich das nicht, ich kenne (mindestens) 4 Leute, die es regelmässig schaffen, wirklich jedes Windows-Laptop innerhalb weniger Monate komplett zu schrotten. Da läuft dann erstmal NICHTS mehr und ich muss - mal wieder - zu Hilfe eilen. Augenzwinkern
02.02.2018 16:39 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
ak180271
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Dabei seit: 12.12.2009
Beiträge: 820

ak180271 ist offline
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@mart

Nur ein Gedanke Kennst du die Frage die dann sicher von dir kommt „was hast du zuletzt gemacht“ und wie lautet die Antwort „Na nix“

Aber nun im ernst. Es ist wirtlich so das viele dinge schneller kaputt gehen. Ich weiß nicht ob es mir so vorkommt oder ob es Tatsache ist.
Wachmachienen nun es gab Zeiten die da hast du die einfach nicht kaputt bekommen wir hatten eine die lief 25 Jahre natürlich VEB Produktion heute musst du Glück haben das die 6 Jahre übersteht.
Repetieren weit gefehlt das zeug wird so gebaut das du es nicht mal aufgekommen. Auf das die berge wachsen.
Das teure zeug geht genau so schnell Kaputt die der Billig misst.
Warum müssen bestimmte teile aus Plaste sein. Ich habe vor kurzen ein Küchen Maschine zerlegt. Alle Plaste selbst das kleine Getriebe.
Warum nicht stabiler.
Wenn es schon repariert wird ist es teurer als ein neues.

Ne so macht Konsum keinen Spas. Es wird nur noch Schrot Produziert.

Und die Alten Namen werden jetzt auch noch verramscht. z.b Grundig Bosch und so weiter
Mit freundlichen Grüßen andreas
06.02.2018 15:47 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
Mitglied

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Dabei seit: 07.09.2011
Beiträge: 1.977
Wohnort: NRW

Joachim ist offline
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Zitat:
Original von ak180271Aber nun im ernst. Es ist wirtlich so das viele dinge schneller kaputt gehen. Ich weiß nicht ob es mir so vorkommt oder ob es Tatsache ist.
Wachmachienen nun es gab Zeiten die da hast du die einfach nicht kaputt bekommen wir hatten eine die lief 25 Jahre natürlich VEB Produktion heute musst du Glück haben das die 6 Jahre übersteht.


Das kommt nicht nur Dir so vor, da ist schon was dran. Wir hatten einen Constructa Trockner, der fast 28 Jahre durchgehalten hat und nur weil ein passendes Ersatzteil für ein Heizelement nicht mehr aufzutreiben war, musste der in den Schrott. Er wäre also durchaus kostengünstig zu reparieren gewesen.

Zitat:
Repetieren weit gefehlt das zeug wird so gebaut das du es nicht mal aufgekommen. Auf das die berge wachsen.
Das teure zeug geht genau so schnell Kaputt die der Billig misst.

Warum müssen bestimmte teile aus Plaste sein. Ich habe vor kurzen ein Küchen Maschine zerlegt. Alle Plaste selbst das kleine Getriebe.
Warum nicht stabiler.


Dahinter steckt Methode, wenn alles ewig halten würde oder leicht zu reparieren wäre, könnten die ja nichts mehr verkaufen. So funktioniert Konsum eben im Endstadium eines Systems wo die Märkte vielfach gesättigt sind. Dadurch muss ständig neuer Kaufanreiz gechaffen und billiger produziert werden, das führt zwangläufig zu weniger Lebensdauer und weniger bis keiner Nachhaltigkeit. - Ein resourcenfressendes raubbauendes Prinzip, das uns irgendwann wohl um die Ohren fliegt denn die Rohstoffe halten ja nicht ewig. So gesehen waren abgesehen von wenigen Ausnahmen wie im KFZ bereich z. B. viele Dinge noch vor 30 Jahren wertiger verarbeitet und wesentlich haltbarer.

Zitat:
Und die Alten Namen werden jetzt auch noch verramscht. z.b Grundig Bosch und so weiter


Unter diesen Labels produzieren z. T. namhafte Hersteller aus Fernost.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 16.02.2018 16:59.

16.02.2018 16:51 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
d.-debilo d.-debilo ist männlich
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Dabei seit: 10.04.2010
Beiträge: 1.302
Wohnort: Haiger Flammersbach

d.-debilo ist offline
Bei allem Verständnis... Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

...für die Verärgerung über kaputt gehende Geräte, Autos und sonstige Produkte. Es ist blanker Unsinn, die Optimierung von Produkten nach Preis, Transportierbarkeit, Handling und Grundstoffversorgung und einer durch Defekte und Verschleiß begrenzten Nutzungsdauer als Problem darzustellen, das nur zum Nachteil des Verbrauchers erfunden wurde. Die von Euch geforderten Parameter umzusetzen würde lediglich bedeuten, dass die meisten elektronischen Geräte, Autos und so weiter zwar länegr halten würden, aber einfach unerschwinglich wären und man nicht mal ein einziges Gerät zu Hause hätte, geschweige denn eines, das lange hält. Dazu wären die meisten Menschen, die heute in der Produktion dieser Geräte (oder der Maschinen, die Geräte herstellen) tätig sind garantiert arbeitslos und würden vermutlich am Hungertuch nagen, weil auch die Sozialsysteme ebenfalls nicht mehr funktionieren würden. Die Geräte gehen nicht mutwillig schnell kaputt, sondern es wird versucht, mit möglichst wenig Einsatz von Material und Aufwand und Gewicht sowie Endkontrollaufwand ein möglichst lange gut funktionierendes Gerät zu produzieren und damit auch noch genug Geld zu verdienen, dass auch die Geldgeber für die Produktionsmaschinen und die Vorausleistungen für Entwicklung, Ingenieure und Verwaltung bezahlt werden können und einen vernünftigen Zins auf ihre gegebenen Kredite erwirtschaftet werden können. Das zusammen ergibt nicht die ideale Produktion auf extreme Langlebigkeit und jahrhundertelanger Ersatzteilversorgung (man stelle sich einmal vor,für jedes der in den letzten 70 Jahren hergestellten Geräte würde jedes Ersatzteil in ausreichender Menge dauerhaft auf Lager gehalten werden müssen, alleine diese Kosten wären unmöglich aufzubringen...), aber eine ausreichend lange Nutzungsdauer und einen dauerhaft funktionierenden Wirtschaftskreislauf. Aber Ihr habt Recht: Auch das kann und muss immer weiter optimiert werden. Cradle to Cradle (https://www.zukunftsinstitut.de/menschen...hael-braungart/) ist solch eine inzwischen sogar von Philips eingesetzte fortschrittliche Produktionsmöglichkeit, bei der versucht wird, den verbleibenden Restmüll nach Ende der Nutzungsdauer eines Gerätes auf ein Minimum zu reduzieren. Andere Modelle gehen davon aus, dass Geräte nicht mehr gekauft und vom Endkunden entsorgt werden, sondern lediglich geliehen werden und nach Nutzung an den Hersteller zurück gehen und dort weitestgehend recycelt werden. Aber auch gerade bei Kunststoffteilen ergeben sich aus dem 3D Druck neue Möglichkeiten für dauerhaftere Ersatzteilversorgung.

Die uralte, bis zu 100 Jahren haltbare Waschmaschine und bis zu 80 kg Eigengewicht hat übrigens zudem den Nachteil, dass der Verbrauch an Energie und Wasser im Verhältnis erheblich teurer und umweltschädlicher (selbst unter Berücksichtgung der erneut produzierten Ersatzwaschmaschine) bei gleicher Waschleistung ist. Dazu war sie um etliche Euros teurer. Es gibt zwar vielleicht noch Ersatzteile, aber die sind so teuer, dass eine Reparatur (Teile, Anfahrt, Arbeitszeit des Monteurs) für ein so altes Gerät in der Regel als nicht rentabel abgelehnt wird.

Nicht alles was lange hält und alt ist ist auch wirklich umfassend und unter allen Gesichtspunkten gut.
16.02.2018 23:55 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Mart Mart ist männlich
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Dabei seit: 06.04.2007
Beiträge: 1.023
Wohnort: Dönerstadt (Köln)

Mart ist offline
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Na ja.
Ob ein kleines Metallrädchen anstatt eines Plastikrädchens im Mixer oder ein 7 Cent teurerer Elko in einem TV diese Produkte jetzt "unerschwinglich" machen würden ... ich weiß ja nicht. Zunge raus

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Mart: Gestern, 03:44.

Gestern, 03:43 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Dabei seit: 07.09.2011
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Joachim ist offline
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Hallo Mart, etwas teurere Ingredienzen würden den Kohl wirklich nicht fett machen, da hast du Recht. Das Gerät würde dann in der Anschaffung marginal mehr kosten und die Meisten würden das gern bezahlen, wenn dadurch die Haltbarkeit etwas erhöht würde. Aber das scheint man aus Absatzgründen nicht zu wollen. Der vielfach angeführte Kostendruck scheint mir da eher vorgeschoben.

Die Frage ob die Industrie von vornherein Sollbruchstellen in Produkte einbaut ist schwierig zu beantworten. Eigentlich brauchen sie das gar nicht, es reicht ja schon, wie in einem Fernsehbeitrag zu sehen war, wo es z. B. um Autoersatzteile ging, diese mit minderwertigeren Materialien herzustellen, um die Lebensdauer u. U. drastisch zu verkürzen. Insofern dann doch so etwas ähnliches wie eine Sollbruchstelle oder müsste man das anders nennen?- Wie dem auch sei, wie d.-debilo schon richtig anmerkte, Lagerhaltung ist teuer und das kann oder will sich heute kaum jemand mehr leisten. Die Reparatur von Dingen wird also immer mehr erschwert und verteuert oder konstruktionsbedingt sogar völlig unmöglich gemacht. Beispiele gibts genügend, angefangen von verschweissten LEDS in Autoscheinwerfern bishin zu Waschmaschinentrommeln, wo das Lager fest mit der Trommel vergossen wurde. - Man soll eben bei einem Defekt das Gerät möglichst wegwerfen und neu kaufen, das scheint immer mehr die Maxime und ist m. E. systembedingt. EinNeukauf kommt in der Regel billiger als eine Reparatur, so sie denn möglich ist und die Schrottberge wachsen weiter unaufhörlich. - Von Nachhaltigkeit kann man da trotz eines gewissen Prozentsatzes an Recycling z. T. unter erbärmlichen und gesundheitsgefährdenden Bedingungen z. B. in Dritte Welt Ländern, wirklich nicht sprechen. Dazu ist das heutige Wirtschaftssystem, das vom massenhaften und permanenten Absatz von Produkten lebt einfach nicht in der Lage.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 6 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: Gestern, 11:30.

Gestern, 10:57 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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