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cc2.tv-Fan-Club » CC2tv +CC2audio » Off-Topic » E-Mobilität » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen   E-Mobilität
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Joachim Joachim ist männlich
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Alexander Dobrindt möchte die Infrastruktur an Stromtankstellen für das eher schleppende Projekt E-Mobilität der Bundesregierung ausbauen und fordert 15000 neue Ladestationen, Kostenpunkt 300 Millionen Euro. Offenbar verspricht man sich davon, den Absatz an E-Fahrzeugen anzukurbeln, hier ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, "Dobrindt will 15000 neue Ladestationen für Elektroautos":

http://www.sueddeutsche.de/news/wirtscha...60214-99-712173

Das Geschäft mit den E-Fahrzeugen läuft nicht wie geplant und mehr als zäh, man muss also irgendetwas tun, um die Vorgaben der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zu bringen, einzuhalten. Offenbar denkt man, wenn erstmal die Infrastruktur genügend ausgebaut ist, kaufen die Verbraucher von ganz allein Elektro-Fahrzeuge. - Aber ist es damit allein getan?

Seit längerem ist auch eine Kaufprämie für Elektrofahrzeuge im Gespräch, ein Thema das sehr kontrovers diskutiert wird. Die Autoindustrie fordert das schon lange mit Vehemenz, um den Absatz zu fördern. Das Ganze soll also wieder der Staat machen, wie anno 2009 bei der 1. Abwrackpärmie auch und mit Steuermitteln gefördert werden. - Nur, was würde denn da gefördert? Die gegenwärtigen E-Konzeptautos sind immer noch viel zu sehr in der Reichweite begrenzt, auch wenn viele Fahrten nur wenige Kilometer dauern, ein schwerwiegendes Manko. Außerdem sind E-Fahrzeuge von deutschen Herstellern extrem teuer im Verhältnis zu den konventionell angetriebenen mit Verbrennungsmotor. Es besteht für die Meisten angesichts der Nachteile von geringer Reichweite, durchschnittlich 200-300 Km, langen Ladezeiten und sehr hohen Anschaffungskosten also kaum ein Anreiz umzusatteln. Was man wohl auch noch nicht hinreichend begriffen hat, das man nicht einfach in konventionelle schwere Serienkarossen einen E-Antrieb einbauen und auf hohe Reichweite hoffen kann. Da müssen völlig neue, leichtere Fahrzeug Konzepte her, die von Grund auf neu entwickelt werden müssen.

Warum aber hat sich gerade jetzt die deutsche Autoindustrie fast vollständig aus der Batterie und Akkufertigung zurückgezogen? - Ist die Herstellung zu teuer? - Nein, das ist nicht der alleinige Grund, man hat hier eindeutig den technologischen Anschluss verpasst und bezieht bereits von Herstellern aus Fernost. Ein Armutszeugnis für die deutsche Industrie möchte man meinen, damit wäre zumindest teilweise erklärt, warum an den E-Konzepten hierzulande mehr als halbherzig und nicht mit letzter Konsequenz gearbeitet wird. Der Abverkauf von konventionellen Fahrzeugen verspricht vor diesem Hintergrund einfach die verlässlichere Gewinne und man mag angesichts der schlechten Verkaufszahlen von E-Fahrzeugen kein besonderes Risiko eingehen, daher auch der Ruf nach einer breit aufgestellten Förderung. Ausländische Konkurrenzfirmen sind in puncto E-Mobilität vielfach weiter und haben ausgereiftere Konzepte.

Unter dem Strich betrachtet müssen Elektrofahrzeuge aus deutscher Produktion noch um ein vielfaches besser und billiger werden, damit sich spürbare Verkaufszahlen realisieren lassen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind sie noch relativ unpraktisch und nur für kurze Strecken zu gebrauchen. Solange diese offensichtlichen Mankos nicht behoben sind, wird sich an der Absatz- Problematik kaum etwas ändern, auch mit einer Kaufprämie und zusätzlichen Ladestationen nicht.

Gruß,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 14.02.2016 11:50.

14.02.2016 11:32 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Was im Zusammenhang mit der E-Mobilität bisher zu kurz gekommen ist, ist die Tatsache, das auch Elektrofahrzeuge, so umweltfreundlich sie vom Prinzip her auch sind, nicht völlig emmissionsfrei sind. Der benötigte Ladestrom wird ja in Kraftwerken erzeugt und der widerum wird immer noch zu einem Grossteil aus fossilen Energien hergestellt. Seit der Abschaltung einiger Kernkraftwerke in Deutschland musste der Anteil an zugeschalteten Stein-und Braunkohlekraftwerken kurzfristig sogar noch erhöht werden. Der Anteil an erneuerbaren Energien liegt heute gerademal bei etwa 27 %. Über 50 % des Stromes werden nach wie vor aus fossilen Brennstoffen bereitgestellt, der Rest aus Atomkraft. Hier mal ein anschauliches Diagramm auf Strom-magazin.de über den Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtstromerzeugung aus dem Jahr 2014:

http://www.strom-magazin.de/info/stromer...in-deutschland/

Das heißt, das auch Elektrofahrzeuge durch die Art der Stromerzeugung im Vorfeld streng genommen CO2 ausstossen. Der Anteil an Atomkraftstrom wird in den nächsten Jahren noch weiter zurückgehen und muss durch erneuerbare Energien ersetzt werden, allerdings geht dieser Prozess nicht so schnell von statten wie gedacht und es müssen vermutlich noch mehr alte Braunkohlekraftwerke die Lücke durch die Atomkraftabschaltung und den steigenden Strombedarf füllen.

Wenn auch das Prinzip der E-Mobilität an sich gut gedacht ist, so würde sie nur dann vollständig Sinn machen, wenn der gesamte erzeugte Strom, der benötigt wird, emmissionsfrei wäre, das aber wird möglicherweise nie der Fall sein. Vor diesem Hintergrund erscheinen die enormen Klimmzüge der Bundesregierung, die E- Mobilität energisch voranzutreiben meiner Meinung nach doch ein wenig verfrüht. Es sind einfach zu viele Baustellen, die in der Masse kaum zu bewältigen sind. Wenn man so will kann das gegenwärtige Prinzip allenfalls ein Übergangskonzept sein, bis deutlich bessere Techniken zur Verfügung stehen. Und noch etwas scheint mir wichtig und erwähnenswert: Wenn der gesamte Verkehr irgendwann auf Elektrofahrzeuge umgestellt ist, würde fast alles von einem einzigen Energieträger, nämlich einem funktionierenden Stromnetz abhängig. - Auch wenn das manche vielleicht anders sehen, das wäre fatal und kann so nicht richtig sein. Fällt das Netz aus, ist buchstäblich alles lahmgelegt, ausser die Akkus sind noch nicht ganz leer. Meiner Meinung nach sollte es in der Zukunft möglichst viele, voneinander völlig unabhängige Energiesysteme geben, damit das nicht passieren kann.

Zu guter Letzt fragt es sich auch, ob die heutigen akkubetriebenen Fahrzeuge der Weisheit letzter Schluss sind, denn es gibt mittlerweile auch andere vielversprechende Möglichkeiten wie die der Brennstoffzellen, die immer leistungsfähiger werden.

Gruß,
Joachim

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 15.02.2016 13:43.

15.02.2016 13:06 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Im Bayerischen Fernsehprogramm lief heute Abend eine äusserst interessante Dokumentation in der Reihe "Geld und Leben" über die Zukunft der Automobilindustrie anhand von BMW:

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-f...eben/index.html

Es war eine ernüchternde Bestandaufnahme zum Stand der E-Mobilität in Deutschland, BMW scheint von den deutschen Herstellern noch am Besten gerüstet, hinkt aber dennoch meilenweit hinter dem unangefochtenen Star Tesla aus den USA hinterher. Auch Konzerne wie Google und Apple drängen mit Vehemenz in den Automarkt ein und haben längst den Kampf um Marktanteile begonnen.

Diese Entwicklung hat die deutsche Automobilindustrie vollständig verschlafen, es fragt sich, ob der technologische Rückstand gegenüber den Amerikanern oder asiatischen Mitbewerbern überhaupt noch aufgeholt werden kann. BMW hat zwar auch schon ein Elektroauto im Segment anzubieten, aber mit 35.000 Euro Kaufpreis und einer geradezu lächerlichen Reichweite von etwa 160 KM, wahrlich kein überzeugender Kandidat und erst recht kein Schnäppchen.

Hier zeigt sich überdeutlich, das unsere Industrie sehr sehr schnell komplett umdenken muss, sonst ist der Zug restlos abgefahren. Irgendwann in nicht allzuferner Zukunft wird es voraussichtlich keinen Markt mehr für Verbrennungsmotoren geben, wenn Elektroautos erst zum gleichen Preis wie Benziner oder Diesel zu haben sind, spätestens dann man wird man auf E-Antrieb umstellen müssen, auch vor dem Hintergrund, das Brüssel die Co2 Emmisionen bei Kraftfahrzeugen immer weiter senken will. Wer seine Produktion nicht zukunftsweisend auf Elektromobilität umstellt, wird wie einst die Dinosaurier aussterben.

Aber das ist nicht das einzige Problem, auch das aufkommende Carsharing wird in Zukunft für zusätzliche Absatzeinbussen in der Autobranche sorgen, insgesamt prognostiziert man einen enormen Schrumpfungsprozess der ganzen Branche, überleben wird das nur der, der die Nase in puncto Preis und Leistung vorn hat, derzeit sind das die Amerikaner. - Deutschland spielt in diesem Spiel gegenwärtig nur auf unbedeutenden hinteren Plätzen.

Gruß,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 03.03.2016 21:10.

03.03.2016 20:59 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
schaeti001 schaeti001 ist männlich
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Zum Thema E-Mobilität muss ich mal was loswerden.
Tolle unt gute technische Entwicklungen, keine Frage. Der Weg ist vomlogischen her der richtige.

ABER:
Meiner Meinung gehören diese Fahrzeuge, auch die Hyprid-Kisten, mit sofortiger Wirkung von der Straße geholt und verboten. Ich selbst wurde bereis mehrmals fast Unfallopfer in Verbindung mit solchen Gurken.
Problem: Diese Fahrzeuge sind kaum hörbar. Gerade im normalen Verkehr sind die Dinger absolut lebensgefährlich. Wenn ich mit meinem Blindenlangstock unterwegs bin und über eine Straße gehen möchte, kann so etwas absolut über ausgehen. Der Schwachpunkt hier ist in diesem Fall der, der hinter dem Steuer sitzt. Ob das autonom fahrende E-Autos geregelt bekomme würden, das ist fraglich. Auch E-Autos, die künstliche Geräusche von sich geben ist kontraproduktiv.

Da ist eine Entwickluing gefragt, die mehr Hirnmasse der Autobauer erfordert. Die würden jetzt sagen: Oh, da hat keiner dran gedacht. Automobiler Unsinn Deutscher Ingenieure :-)

Gruß
Timm
04.03.2016 07:54 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Zitat:
Original von schaeti001Meiner Meinung gehören diese Fahrzeuge, auch die Hyprid-Kisten, mit sofortiger Wirkung von der Straße geholt und verboten. Ich selbst wurde bereis mehrmals fast Unfallopfer in Verbindung mit solchen Gurken.
Problem: Diese Fahrzeuge sind kaum hörbar. Gerade im normalen Verkehr sind die Dinger absolut lebensgefährlich.


Hallo Timm, Du hast natürlich Recht, das Elektrofahrzeuge sehr leise und unter Umständen kaum hörbar sind. Damit können sie zu einer echten Gefahr werden. Hier muss auch unbedingt nachgebessert werden, da andere Verkehrsgeräusche von Verbrennungsmotoren, die viel lauter sind und diverse Umweltgeräusche alles überlagern können. - Volle Zustimmung, solche Fahrzeuge müssten so etwas wie einen Warnton ausgeben, wenn sie sich einer Person auf eine gewisse Distanz nähern, sodass der Fussgänger weiß, das ein Elektro-Fahrzeug kommt, technisch ohne weiteres realisierbar. - Ein guter und wichtiger Einwand von Dir. Es muss in puncto Sicherheit von Elektrofahrzeugen für andere Verkehrsteilnehmer also noch eine Menge getan werden. Es wurde bisher längst nicht alles durchdacht und vieles muss völlig neu angegangen werden. Der Umstieg auf E-Mobilität ist eben kein profanes Unterfangen und bedarf sorgfältiger Planung.

Gruß,
Joachim

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 04.03.2016 11:34.

04.03.2016 11:07 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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Radiomicky ist offline
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Der "Renault Twizy" macht während der Fahrt dezente Summgeräusche, ähnlich eines Blinkers eines Rollers! ebueb
Als ich so ein Ding an mir vorbeihuschen sah, dachte ich mir genau dieses, dass es für Sehbehinderte eine Art Warnung ist.

LG
Mike
05.03.2016 09:40 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Joachim ist offline
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Hier noch ein interessanter Artikel zum Thema E-Mobilität aus den Stuttgarter Nachrichten "Stuttgart im Verkehrsstress":

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/in...a0563bdc10.html

In dem Artikel werden verschiedene Probleme des gegenwärtigen Standes der E-Mobilität in Deutschland beleuchtet.

Gruß,
joachim

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 05.03.2016 11:23.

05.03.2016 11:13 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Joachim ist offline
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In dem Beitrag aus den Stuttgarter Nachrichten wurde doch auch was von Induktionsschleifen erwähnt, um E-Autos kontaktlos aufzuladen, statt mit (vorsintflutlichem?)Stecker . Wäre das nicht auch eine Idee, Induktionsschleifen unter der Fahrbahndecke, um E-Autos (wenigstens in der Stadt) direkt damit fahren zu lassen? - Ich bin kein so großer Techniker und weiß daher nicht wie hoch die Übertragungsverluste wären, ganz abgesehen von dem immensen Aufwand überall Kabel unter die Fahrbahndecken buddeln zu müssen. - Nur so eine blöde Idee.

Gruß,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 08.03.2016 13:24.

08.03.2016 13:22 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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Du sagst es, dass es eine "blöde Idee" ist! Augenzwinkern
Viel zu teuer und zu großer Aufwand.
Dazu müsste so viel Strom erzeugt werden, dass die Autos auch wirklich was von haben, - vom Nutzungsgrad ganz zu schweigen.

LG
Mike
08.03.2016 15:07 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Danke Mike, die Idee war auch nicht ganz ernst gemeint, aber was wäre, wenn wir eine Möglichkeit fänden, den "De Laurien" anzuschieben auf 88 Meilen pro Stunde? großes Grinsen

Spaß beiseite, die Akkus müssen einfach noch viel besser werden und in kürzerer Zeit geladen werden können als bisher, dann käme man einer breitflächigen Elektromobilität schon ein großes Stück näher.

Gruß,
Joachim

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 08.03.2016 16:51.

08.03.2016 16:51 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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Radiomicky ist offline
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Da gibt es eine ganz einfache Lösung, die auch schon vor ein paar Jahren angesetzt wurde:

Statt Flüssigkraftstoff-Tankstellen - Akkupack-Wechselstellen! Augenzwinkern
http://www.motorline.cc/autowelt/news/20...sch-151473.html

Da sollten sich vorher die Lobbyisten auf einen Standart einigen!


so long
Mike

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Radiomicky: 10.03.2016 14:03.

10.03.2016 14:02 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Hallo Mike, das ist aber auch ein erheblicher Aufwand, auch von der Lagerung her, wo sollen die die Dinger denn alle stapeln? - Denn das würden ja eine Menge, die die je nach Verkehrsaufkommen an so einer Station vorhalten müssten. Außerdem müsste man sich bei den Akkus auf einen einheitlichen Standart einigen, was de facto bis heute nicht der Fall ist. Hier kocht jeder Autohersteller nach wie vor sein eigenes Süppchen. - Nein, das scheint mir ebenso wenig praktikabel, vor allem die logistischen Probleme wären kaum zu meistern, wer würde neue Akkus denn da hinkarren, vermutlich dieselbetriebene LKW? - Denn so etwas müsste es bei den Schwergewichten und Mengen schon sein, damit wären aber die Einspareffekte bezüglich Co2 wieder restlos verpufft. Selbst wenn im laufenden Betrieb die Akkus immer wieder nur aufgeladen würden, was auch nur eine begrenzte Anzahl lang geht, weil die Ladungskapazität während der Lebendauer immer weiter abnimmt, ein Anfangsbestand müsste doch an hunderten von Stationen erstmal hingebracht werden. - Aus meiner Sicht keine gute Idee.

Gruß,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 13.03.2016 10:44.

13.03.2016 10:34 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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Radiomicky ist offline
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Da hast Du vollkommen Recht!
"Wechselstationen" wären nicht optimal, wenn zig verschiedene Akkus vorhanden sein müssen.
Es MUSS eine einheitliche Norm solcher Akkus vorhanden sein, damit sich der Lagerbestand erheblich reduzieren kann.

Was den Antransport der Akkus angeht, so macht das jeweilige Elektroauto selber, wenn von vorn herein eine Grundanzahl von Akkus vorhanden ist, die dann wohl "leidigerweise" noch von "Diesel-LKW" angekarrt wurden.

Besser wäre es "Wechselstationen" an Bahnhöfen zu platzieren, da dann der Antransport von der Schiene käme. Augenzwinkern

so long
Mike
13.03.2016 13:10 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Wobei du noch ein Problem ansprichst, die LKWs! - Wie will man die denn in Zukunft antreiben, gibt es da schon E-Konzepte, die überhaupt die Kraft aufbringen, tonnenschwere Lasten in Bewegung zu bringen? - Gut es gibt Gabelstapler, die elektrisch laufen, aber LKW?

Hat so etwas überhaupt schon jemand versucht? - Was ich meine, die Umstellung auf E-Antrieb macht doch nur vollständig Sinn, wenn auch die ganze Logistik mit den Transport- und Lieferketten umgestellt würde. Es wäre irgendwie absurd, wenn PKW elektrisch fahren und der ganze Rest nach wie vor mit Diesel durch die Gegend gurken würde, denn gerade die Dieselfahrzeuge blasen ja nachweislich den meisten Feinstaub u. a. in die Athmosphäre.

Gruß,
Joachim

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 13.03.2016 14:31.

13.03.2016 14:25 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Kleine-Wolke Kleine-Wolke ist männlich
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Kleine-Wolke ist offline
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Hallo Joachim,

dein Beitrag hängt jetzt leider etwas in der Luft, da der Beitrag von Elminster, wegen der vollen Wiederholung einer deiner vorherigen Beiträge, entfernt wurde, genauso wie es unsere Forenregeln vorsehen und wie wir es seit Jahren praktizieren.

Ich bitte alle auf "Vollzitate" nicht zu antworten, diese Beiträge werden (fast) immer entfernt.

Gruß
Kleine Wolke
13.03.2016 15:20 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Hallo Kleine Wolke, ist nicht so tragisch, war ja wirklich OT.

schönen Gruß,
joachim
13.03.2016 18:31 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Jetzt will die deutsche Post mit dem Kauf eines Herstellers von E-Fahrzeugen wohl gross ins Elektroautogeschäft einsteigen und selbst produzieren und betreiben. Hier ein Artikel auf Handelsblatt.com:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/.../9759490-2.html

Das neue Lieferfahrzeug nennt sich "Streetscooter", na hoffentlich reicht es am Ende nicht nur für einen Autoscooter auf der Kirmes. - Bin mal gespannt wie das wird, die Daten mit nur 80 Kilometer Reichweite sehen ja nicht allzu üppig aus. Die Post will wohl nach und nach ihre Benzin und Dieselflotte damit ersetzen. Ich gehe jetzt schon jede Wette ein, das die mit den Dingern noch öfter liegen bleiben, als mit den alten Kutschen. Das könnte ein ziemlicher Flop werden, denn erst im alltäglichen Betrieb wird sich zeigen, wie zuverlässig die Batterien wirklich sind und ob nicht die spartanisch kurze Reichweite ein wenig unterdimensiert scheint. - Immerhin solls wohl auch Sitz- und Scheibenheizung in der Karre geben, na denn man tau!

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 04.04.2016 13:41.

04.04.2016 13:36 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Hier noch der Vollständigkeit halber ein weiterer Artikel zum Kauf des Startups "Streetscooter GmbH" von der deutschen Post DHL in der TAZ:

http://www.taz.de/!5024771/

Gruß,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 04.04.2016 15:18.

04.04.2016 15:11 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Joachim ist offline
Kaufprämie für Elektroautos Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Jetzt ist es wohl beschlossene Sache, man will eine Kaufprämie von bis zu 4000 Euro für den Kauf eines Elektrofahrzeuges anbieten. Finanziert werden soll das ganze zur Hälfte vom Bund also der Steuerzahler und zur Hälfte von der Autoindustrie. Aber wo ist in dem ganzen Spiel die Autoindustrie, die immer noch Milliardengewinne trotz Abgasskandalen und sonstigem einfährt und laut der Rechnung vergleichsweise nur Peanuts bezahlt? - Ist das nicht ein Skandal sondergleichen, ein Branche mit Steuergeldern zu subventioneren, die trotz Pleiten Pech und Pannen nichts besseres vorhat, als ihre Aktionäre zu bedienen und mehr als üppige Boni an Vorstände auszubezahlen ?

Hier ein Artikel auf Spiegel Online dazu:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bunde...-a-1089499.html

Jetzt soll also wieder der Bürger die Sache richten und die nicht alltagstauglichen rückständigen deutschen E-Karren mit erbärmlich niedriger Reichweite auch noch kaufen? Die Infrastruktur mit Stromzapfsäulen ist ebenfalls noch nicht ausgebaut, auch dafür werden wir vermutlich zur Kasse gebeten. - Läuft hier nicht irgend etwas gewaltig schief?

Es ist meiner Meinung nach nicht Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, das Produkte von deutschen Herstellern wettbewerbsfähig werden, das müssen sie schon selbst tun. Man hat hier eindeutig den Anschluss in Sachen Elektromobilität verpasst und versucht nun mit stattlich geförderten Kaufanreizen Schadensbegrenzung zu betreiben, aber nur die eigene, bezahlen wollen sie nach Möglichkeit nichts. Man macht hier den Bock zum Gärtner. Die CO2 Schönrechnerei mit ein paar Elektro Alibikonzepten um die Ökobilanz eines Konzern aufzubessern ist wohl auch nicht mehr das Mittel der Wahl, angesichts des stetig steigenden Konkurrenzdruckes aus den USA und Fernost. Ausserdem sorgt auch die EU für stetig strengere CO 2 Normen.

Nein, die Autoindustrie und speziell unsere beliebten Premiumhersteller müssen schon selbst sehen, wie sie das auf die Reihe bekommen. Es doch ein schlechter Witz, das der Verbraucher die Versäumnisse und Entwicklungsrückstände einer Branche bezahlen soll, die mit konventionellen Fahrzeugen immer noch Milliardengewinne einfährt. - Und die Kaufprämie, machen wir uns doch nichts vor, ist letztlich unser Steuergeld mit dem wir ausbezahlt werden. Doch allen Warnungen der Experten zum Trotz, das das kaum bis nichts an Effekt bringen würde, soll nun dieses Konzept durchgezogen werden, irgendwie nicht weiter verwunderlich, bei einer Regierung, die man eher als laienhaft und beratungsresistent bezeichnen kann und deren "Nähe" zur Wirtschaft langsam höchst bedenkliche Formen annimmt.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 10 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 27.04.2016 13:31.

27.04.2016 12:51 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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"Kaufprämie" ist nichts anderes als eine Art von "versteckter Erpressung" am Bürger. Augenzwinkern "Seine Steuern für eine Prämie", - wo ist denn da der Anreiz?

So mancher "Mainstreamdenker" argumentiert GEGEN ein 100%-Elektroauto mit "zu wenig Reichweite" und "keine Elektro-Tankstellen in der Nähe"!

Kennt jemand einen "deutschen" Automobilhersteller, der erschwingliche(!) Vollelektroautos herstellt, die wie im Tesla einen Elektrozapfsäulen-Navi mit zusätzlicher Routenplanung hat?
Ich kenne NUR eine schnöde Batterieanzeige mit Vorwarnung... großes Grinsen

Ich kann an dieser Stelle nochmal die beiden "Super-Berichte" von Solaris hervorheben:
http://ralfwagner.de/tesla/event/2015_kroatien/
http://ralfwagner.de/tesla/event/2016_02_Tannheim/

so long
Mike
28.04.2016 09:05 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Themenstarter Thema begonnen von Joachim

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Hallo Mike, Du sagst es, Du must dir unbedingt mal "Günther der Treckerfahrer" alias Dietmar Wischmeyer auf Radio FFN zu dem Thema anhören, der hat wieder den Nagel auf den Kopf getroffen großes Grinsen

schönen Gruss,
joachim

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 28.04.2016 09:21.

28.04.2016 09:20 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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Link? geschockt

Oder soll ich hoffen, dass jetzt auf FFN die Sendung läuft? Augenzwinkern
28.04.2016 09:28 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Hier ist der Link zu FFN Radio Mike:

http://www.ffn.de/on-air/comedy/treckerfahrer-guenther/

Wenn du in der Liste runtergehst, kannst Du auch frühere Folgen hören.
Viel Spaß beim Anhören großes Grinsen

lieben Gruss,
joachim

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 28.04.2016 09:40.

28.04.2016 09:38 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Danke, aber WELCHE Folge?
Editiere bitte Deinen Link! - Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, dass wir "PN"-mäßig unterwegs seien. Augenzwinkern
28.04.2016 09:45 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Hallo Mike steht doch da wenn Du auf der Seite weiter runter gehst unter Mediathek:

28.4.2016 Günther - E-Auto-Prämie großes Grinsen

Gruß,
joachim smile

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 28.04.2016 20:25.

28.04.2016 20:14 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Hier noch ein aktueller Artikel um das Thema Kaufprämie auf nTV Nachrichten:

http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen...le17573391.html

Für mich ist die Kaufprämie völlig absurd und ungerecht, hier sollen im Wesentlichen der "notleidenden" Automobilindustrie von unserer allzu spendablen Koalition "goldenen Brücken" gebaut werden. Ausbaden darf diesen Mist der Steuerzahler, wobei sich noch die Frage stellt, ob der wirklich so dumm ist und sich mit seinem eigenen Steuergeld ausbezahlen lässt. - Aber halt, leisten können sich das bei den Preisen trotz Prämie nur die besser verdienenden und kaufen sich dann ein öko Drittauto um beim Anblick der SUVs in der eigenen Garage das schlechte Umweltgewissen etwas zu erleichtern.

Gruss,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 28.04.2016 21:27.

28.04.2016 21:16 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Bei dem sogenannten "Autogipfel" im Kanzleramt hatte man sich auf eine Kaufprämie von 4000 Euro geeinigt, wie wir mittlerweile alle wissen, für Hybride soll es 3000 Euro geben, soweit so gut, oder sollte man besser sagen, so weit so schlecht?

Vertreten waren bei den Gesprächen Daimler, VW und BMW, wo aber waren denn die anderen Hersteller, Opel und Ford z. B.? - Waren die nicht geladen oder wollten die nicht? - Ta tun sich so einige Fragen auf, auch nach dem wie das Ganze da vonstatten ging. Und wieso lädt man eigentlich ins Kanzleramt ein, was hat man denn zu verbergen bei diesem für jedermann erkennbaren offensichtlichen Kuhhandel der da gelaufen ist und wohl in erster Linie durch Steuersubventionen die deutsche Automobilindustrie vor der Konkurrenz schützen soll?

Dann noch die absurde Massnahme, das man auch Hybride mit 3000 Euro fördern will, die ja einen Verbrennungmotor besitzen und hauptsächlich damit unterwegs sind. Der eingebaute E-Motor wird nur ab und an zugeschaltet. Für meine Begriffe ein ganz falsches Signal, worum gehts hier denn eigentlich?

Man wollte doch die E-Mobilität vorantreiben und subventioniert damit auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor? - Das kann für meine Begriffe kaum der Sinn sein. Alles in allem ist das inszenierte Kasperletheater in Sachen Kaufprämie nichts weiter als eine äusserst fragwürdige Abwrackprämie 2.0, die aber keinesfalls den Effekt der ersten aus dem Jahr 2009 bringen wird und den beteiligten Autobauern sozusagen als Belohnung für ihre Abgasbetrügereien auch noch Geld in die prall gefüllten Kassen spülen soll. Mit welcher Berechtigung eigentlich? - Zwar legen die Hersteller jetzt wohl deutlich nach und bringen immer neue E-Modelle auf den Markt, aber eigentlich viel zu spät, viel zu teuer, zu begrenzt und unausgereift. Das wird kaum jemanden ernsthaft ermutigen zuzugreifen, gibt es doch konventionelle Fahrzeuge die deutlich wenige kosten. Fördern würde man damit nicht zuletzt auch die Konkurenz aus Fernost, die schon seit jahren Hybride auf dem deutschen Markt anbietet.

Tja und Dobrindt muss ja auch noch seine Ladestationen bauen. Vor dem Hintergrund dieses weiteren vollkommen verkorksten Projektes der Bundesregierung sind die angepeilten 1 Million E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen bis 2020 wohl eher ein frommer Wunschtraum denn wirklich machbare Realität. - Nein, ich bin mir sicher, die Leute lassen sich heute nicht mehr so einfach verschaukeln, erst Recht nicht mit solchen fadenscheingen und durchsichtigen Aktionen, die auch noch von ihrem Steuergeld bezahlt werden sollen. - Eigentlich sollten sich alle Beteiligten in die Ecke stellen und schämen, aber das ist wohl auch nur ein frommer Wunschtraum.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 29.04.2016 10:39.

29.04.2016 10:14 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
alpha
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Wo sind meine 4000 € dafür, dass ich seit über 10 Jahren kein Auto fahre, damit andere die Ressourcen der Welt noch "besser" verwenden können?
29.04.2016 13:26 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Hallo Alpha, da hast Du vollkomen Recht, deshalb ist ja der ganze Quatsch so ungerecht, die die schon seit Jahren zu Fuss gehen oder Radfahren und die Umwelt dadurch wirklich entlasten haben überhaupt nichts davon. Das Geld landet wieder mal bei denen die eh schon genug haben, den Konzernen und der Industrie.

Warum besteuert man nicht die tonnenschweren Monster PS Boliden endlich ordentlich, die unglaubliche Mengen an Co2 rausblasen? Meinetwegen können ruhig die besser Betuchten, die sich diese Ungetüme leisten können, dafür zahlen, wenn man schon auf großen Fuss lebt, muss man sich im Klaren sein, das das auch was kostet. Aber da macht die Koalition einen Bogen drum, wie der Teufel um das Weihwasser. Mit der Klientel darf man es sich ja nicht verderben, warum eigentlich? Die tragen doch kaum etwas zum Erhalt unserer Infrastruktur und sonstigem bei, nutzen alles, verdrecken alles und verfrachten ihr Vermögen höchstens noch auf dubiose Konten in Briefkastenfirmen im Ausland. - Apropos, hört man da eigentlich noch was von? - Nee, alles schon wieder vergessen, neues Thema, auf dem die Medien jetzt monatelang rumreiten. Ist vielleicht einigen auch ganz recht, das der unschöne Kram möglichst bald vergessen wird. Ab und an wird man noch eine lapidare Kurzmeldung davon hören bis das Thema endgültig wieder in der Versenkung verschwindet. Ändern wird sich vermutlich nichts, wie bei vielen andere kapitalen Skandalen auch. Jetzt ist es erstmal wichtiger, unserer in Not geratenen Autoindustrie zu helfen, die angeblich in allem Weltmarktführer ist.

Peinlich nur, das ausländische Mitbewerber vielfach besser dastehen und unsere Premiumhersteller ziemlich alt aussehen lassen. Wenn man schon auf Biegen und Brechen eine umweltfreundliche Technologie vorantreiben will, dann sollte man auch mit gutem Beispiel vorangehen. Da ist es eher kontraproduktiv, wenn man zum Autogipfel mit dicken tonnenschweren Audi, Daimler und BMW Boliden vorfährt, um über Elektromobilität zu schwafeln, besonders glaubwürdig sieht das jedenfalls nicht aus.- Oder waren die Akkus gerade leer und nirgendwo eine Ladestation?großes Grinsen

Gruß,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 29.04.2016 16:27.

29.04.2016 15:51 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Humfrey
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Zitat:
Original von Joachim
Bei dem sogenannten "Autogipfel" im Kanzleramt hatte man sich auf eine Kaufprämie von 4000 Euro geeinigt, wie wir mittlerweile alle wissen, für Hybride soll es 3000 Euro geben, soweit so gut, oder sollte man besser sagen, so weit so schlecht?

Vertreten waren bei den Gesprächen Daimler, VW und BMW, wo aber waren denn die anderen Hersteller, Opel und Ford z. B.? - Waren die nicht geladen oder wollten die nicht?


Vielleicht liegt es daran, das beides keine deutschen Autohersteller sind? (Opel ist eine Tochter von GM).

Zitat:
- Ta tun sich so einige Fragen auf, auch nach dem wie das Ganze da vonstatten ging. Und wieso lädt man eigentlich ins Kanzleramt ein, was hat man denn zu verbergen bei diesem für jedermann erkennbaren offensichtlichen Kuhhandel der da gelaufen ist und wohl in erster Linie durch Steuersubventionen die deutsche Automobilindustrie vor der Konkurrenz schützen soll?


Das Kanzleramt ist nunmal der Regierungssitz.

Was wäre denn Deiner Meinung nach angemessener - Die Werkskantine von Porsche in Leipzig? (Da war ich schon, das Essen ist sehr gut!) Oder das abgeranzte Hinterzimmer vom Kegelclub Kleinposemuckel?

Nee nee Du - wer den Ton angibt, in dessen Wohnzimmer wird gegessen. Das war schon immer so.


Zitat:
Dann noch die absurde Massnahme, das man auch Hybride mit 3000 Euro fördern will, die ja einen Verbrennungmotor besitzen und hauptsächlich damit unterwegs sind. Der eingebaute E-Motor wird nur ab und an zugeschaltet. Für meine Begriffe ein ganz falsches Signal, worum gehts hier denn eigentlich?


Falsch, genau diese Fahrzeuge, die Du hier meinst, sind überhaupt nicht förderfähig.

Geld gibt es nur für Fahrzeuge, die "an der Steckdose" mit Strom betankt werden können.

aktuell fallen mir da an relevanten Modellen (relevant = wurde in nennenswerten Stückzahlen von mindestens 1000 Stück in 2015 verkauft) nur ein:

- Nissan Miev
- Toyota Prius (nur in der Variante PHV)
- Renault Zoe
- Renault Twizy

(das waren die nennenswert verkauften Autos, es folgen die wenig gekauften deutschen Modelle)

- VW e-up!
- BMW i3
- Mercedes Benz B electric drive (basiert auf Tesla S Antrieb)

...und jetzt noch das Auto, welches in zwei Jahren in der Mittelklasse den Markt aufmischen wird:

- Tesla Model 3 (ab 2018 )

(Tesla Roadster und Tesla S sind beide nicht förderfähig, da zu teuer)


Zitat:

Man wollte doch die E-Mobilität vorantreiben und subventioniert damit auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor?


Lies Dir bitte nochmal genau die Bedingungen für die Förderfähigkeit durch. Nur an der Steckdose ladefähigen Elektro-Autos sind förderfähig, Verbrennungsmotoren dürfen NICHT der Hauptantrieb sein, sondern nur als Reichweiten-Verlängerung und indirekter Antrieb verbaut sein (sprich: zum Aufladen des Akkus).

Zitat:
- Das kann für meine Begriffe kaum der Sinn sein. Alles in allem ist das inszenierte Kasperletheater in Sachen Kaufprämie nichts weiter als eine äusserst fragwürdige Abwrackprämie 2.0, die aber keinesfalls den Effekt der ersten aus dem Jahr 2009 bringen wird und den beteiligten Autobauern sozusagen als Belohnung für ihre Abgasbetrügereien auch noch Geld in die prall gefüllten Kassen spülen soll. Mit welcher Berechtigung eigentlich? - Zwar legen die Hersteller jetzt wohl deutlich nach und bringen immer neue E-Modelle auf den Markt, aber eigentlich viel zu spät, viel zu teuer, zu begrenzt und unausgereift.


Du scheinst ja das Wunder-Konzept in der Tasche zu haben.

Warum baust Du nicht einfach das Wunder-e-Auto mit 1000 km Reichweite zum Endkundenpreis von unter 5000 EUR, wenn Du meinst, das wäre so einfach? Du könntest stinkreich werden und zusammen mit Elon Musk (dem Tesla-Fritzen, der ist auch Multi-Milliardär) in seinen Raketen zum Mond oder Mars fliegen...

Elektro-Autos haben entweder eine gute Reichweite und sind deswegen sauteuer (70% des Preises der Tesla-Modelle sind Akkukosten!) oder kosten nur die Hälfte und haben dann entsprechend weniger Reichweite.

Entweder Du legst also knapp 100.000 EUR auf den Tisch, und hast ein langstreckentaugliches Elektro-Auto (Tesla S), oder Du löhnst "nur" 25 ... 40.000 EUR und kommst 150 km weit - was für 95% aller Deutschen locker ausreicht.

Die restlichen Fahrer sind schlicht nicht die Zielgruppe für das Elektro-Auto, und werden auch in 10 Jahren noch mit Verbrennungsmotoren unterwegs sein.

Zitat:
Das wird kaum jemanden ernsthaft ermutigen zuzugreifen, gibt es doch konventionelle Fahrzeuge die deutlich wenige kosten. Fördern würde man damit nicht zuletzt auch die Konkurenz aus Fernost, die schon seit jahren Hybride auf dem deutschen Markt anbietet.


Richtig erkannt.

Bis jetzt wird der Markt durch Fahrzeuge aus Japan, Frankreich und USA dominiert, und diese Hersteller werde zunächst auch von der Prämie profitieren (was ich albern finde).

Zitat:
Tja und Dobrindt muss ja auch noch seine Ladestationen bauen. Vor dem Hintergrund dieses weiteren vollkommen verkorksten Projektes der Bundesregierung sind die angepeilten 1 Million E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen bis 2020 wohl eher ein frommer Wunschtraum denn wirklich machbare Realität. - Nein, ich bin mir sicher, die Leute lassen sich heute nicht mehr so einfach verschaukeln, erst Recht nicht mit solchen fadenscheingen und durchsichtigen Aktionen, die auch noch von ihrem Steuergeld bezahlt werden sollen. - Eigentlich sollten sich alle Beteiligten in die Ecke stellen und schämen, aber das ist wohl auch nur ein frommer Wunschtraum.


Das (also die Förderung der Lade-Infrastruktur) halte ich für das einzig sinnvolle an der ganzen Geschichte.

Ansonsten hätten wir nämlich irgendwann buchstäblich "Kabelsalat" in den Großstädten:

Man stelle sich eine Straße vor, rechts und links Hochhäuser, auf der Straße zu beiden Seiten parken Elektro-Autos, und aus allen Fenstern vom ersten bis zum 20. Stock hängen die Ladekabel runter bis zu den Autos...
29.04.2016 22:41 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Zitat:
Original von HumfreyVielleicht liegt es daran, das beides keine deutschen Autohersteller sind? (Opel ist eine Tochter von GM).


Gut, das wäre zumindest denkbar, oder sagen wir eine mögliche Erklärung.

Zitat:
Das Kanzleramt ist nunmal der Regierungssitz.


Ja schon, aber was soll das, so eine Vorgehensweise riecht doch förmlich nach Amigo Wirtschaft mit leicht korrupten Ambiente, oder haben die da nur ein Tässchen Kaffee getrunken und einen Plausch über das Wetter abgehalten?

Zitat:
Nee nee Du - wer den Ton angibt, in dessen Wohnzimmer wird gegessen. Das war schon immer so.


Kommt mir bekannt vor, das Spielchen läuft in jeder (Bretterbude) Verzeihung, ich meinte natürlich Firma.

Zitat:
Falsch, genau diese Fahrzeuge, die Du hier meinst, sind überhaupt nicht förderfähig.


Ich meinte ja auch Plugin Hybride, habs bloss vergessen die genau zu benennen.
Trotzdem bin ich der Meinung, das Fahrzeuge, wo noch ein Verbrennungsmotor drin sitzt überhaupt nicht gefördert werden dürften.

Zitat:
Du scheinst ja das Wunder-Konzept in der Tasche zu haben.


Nö, habe ich nie behauptet, glaube aber zu wissen, das es wesentlich besser ginge, wenn sich unsere Premiumhersteller intensiver um die neue Technik gekümmert hätten, statt weiterhin große stinkende PS Boliden auf den Markt zu werfen, die von Jahr zu Jahr immer dicker zu werden scheinen.

Zitat:
Das (also die Förderung der Lade-Infrastruktur) halte ich für das einzig sinnvolle an der ganzen Geschichte.


Das kann ich auch unterschreiben, es sähe schon ziemlich bescheuert aus, wenn überall aus Fenstern Ladekabel hängen würden großes Grinsen

Also, wir sind doch gar nicht soweit auseinander,

schönen Gruss,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 30.04.2016 10:28.

30.04.2016 10:22 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Ein neuer Artikel aus der FAZ geht der Frage nach, ob sich die Anschaffung eines E-Autos lohnt und kommt zu eher ernüchternden Ergebnissen. In den Gesamtkosten sind viele E-Fahrzeuge trotz Prämie immer noch deutlich teuerer als Benziner oder Diesel und gegenwärtig nur auf Kurzstrecke in Ballungsräumen sinnvoll.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/mobi...n-14208559.html

Was m. E. besonders absurd ist, das Plugin Hybride mit 3000 Euro ziemlich hoch gefördert werden, obwohl sie mit dem E-Motor nur etwa 50 Km am Stück fahren können. Also fahren die hauptsächlich mit dem eingebauten Verbrennungsmotor, der dann noch die schweren Akkus bewegen muss, was sie dann noch unwirtschaftlicher und unökonomischer macht als herkömmliche Fahrzeuge. Der Sinn einer solchen Förderung ist vor diesem Hntergrund mehr als zweifelhaft. Nur weil eine Steckdose dran ist wird gefördert? - Offensichtlich hat man hier überhaupt nicht geprüft, wie sinnvoll die Förderung von Plugin Hybriden wirklich ist und verschleudert nach dem Giesskannenprinzip völlig unnötig und fahrlässig unsere Steuergelder.

Für mich ist die Kaufprämie ein weiterer Beweis dafür, das unsere GROKO wieder mal nur Geschenke auf Kosten der Steuerzahler nach dem Amigo-Prinzip verteilt. Einen wirklichen Nutzen zieht nur die Autoindustrie aus der Förderung, die sie eigentlich gar nicht nötig hätte. - Seien wir doch mal ehrlich, man müsste doch wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert sein, um nicht anzunehmen, das das, was die Autohersteller bei dem Spiel angeblich zahlen sollen, nicht schon im Kaufpreis eingerechnet ist. Das macht doch jeder Laden, da werden erstmal "Mondpreise" festgesetzt um es dann hinterher vermeintlich billiger zu machen. Wen wollen die damit eigentlich noch hinters Licht führen? - Es könnte sogar noch schlimmer kommen, denn manche Hersteller erwägen angesichts der Kaufprämie bereits, ihre Rabatte auf E-Fahrzeuge zurückzunehmen, damit würden die Kutschen dann noch teurer werden.

Einen wirklichen Kaufanreiz wird es also trotz Prämie für viele wohl nicht geben und damit hätte die Massnahme bereits den Sinn verfehlt bevor sie überhaupt begonnen hat. Stattdessen hätte man das Geld lieber in die wirklich notleidende Infrastruktur stecken sollen, da wäre sie sinnvoller angelegt.

Gruss,
Joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 9 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 02.05.2016 10:28.

02.05.2016 09:58 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Was in Punkto Ökobilanz auch interessant ist, das z. B. für E-Fahrzeuge bei der Herstellung wesentlich mehr Energie und Resourcen aufgebracht werden müssen, als es bei konventionellen Fahrzeugen der Fall ist.

Nicht das man mich missversteht, ich bin keinesfalls ein Gegner der neuen Technologie, ganz im Gegenteil, auch wenn das vielleicht manchmal den Anschein hat. Ich hinterfrage die Dinge eben gern mal kritisch wie viele andere auch, wenn sie allzu euphorisch bejubelt werden.

Es gibt eben bei dem Elektrokonzept ein paar Haken, die das Sauberimage dann doch nicht mehr so ganz sauber aussehen lassen, leider. Eine gravierende Sache, die die Umweltbilanz verdirbt, ist z. B. der Ladestrom, der bei dem vorherrschenden Energiemix in Deutschland gegenwärtig vorwiegend aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird. Hier wird man, wenn man es wirklich ernst meint mit der Vermeidung von Co2, Ladestationen vorhalten müssen, die ihren Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien beziehen. Wie man das machen könnte keine Ahnung, an jeder Station ein Windrad? - Spaß beiseite, das wird nicht einfach werden und es steht zu befürchten, das es bei den heeren Absichten, alles mit Ökostrom fahren zu lassen, einfach verbleibt.

Ein bisher noch wenig beleuchteter Aspekt sind zweifellos die Akkus. Lithium z. B. ist ein eher seltenes Metall, aufwändig zu fördern und sehr teuer. Da ist das letzte Wort sicher noch nicht gesprochen. Auch noch nicht zufriedenstellend geklärt sind die bei Akkus auftretenden Ladeverluste, die sich bei hunderten von Ladezyklen ergeben und mit steigendem Alter recht stattliche Prozentzahlen an Kapazitätsverlusten ausmachen. Zudem beinflussen die Intensität und Häufigkeit des Aufladens die Lebensdauer nachhaltig, dabei sollten Temperaturen von 25-45 Grad während des Ladens eingehalten werden. Häufiges Schnellladen ist also eher abträglich, echte Langzeiterfahrungen fehlen aber noch.

Man sieht, die ganze Geschichte ist nicht so einfach und profan, wie manche sich das vielleicht denken. Auch in punkto Sicherheit der Batterien bei Unfällen oder Überhitzung im laufenden Betrieb gibt es bislang kaum nennenswerte Erfahrungen.

Gruss,
Joachim

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 02.05.2016 17:06.

02.05.2016 16:53 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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Hier mal etwas lustiges zum Thema E-Mobilität aus der Sendung Extra 3, damit die Lachmuskeln bei diesem ernsten Thema nicht zu kurz kommen, "Werbung Elektroautos - Aus Freude am Laden", hier mal der Link zur Mediathek auf ARD:

http://www.ardmediathek.de/tv/extra-3/We...mentId=33512514

Ich konnte mich vor Lachen jedenfallss kaum mehr halten,

Gruss,
Joachim großes Grinsen

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 04.05.2016 10:44.

04.05.2016 10:42 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Winnie2 Winnie2 ist männlich
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Winnie2 ist offline
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Hallo, Joachim

Der Clip ist deshalb lustig weil dieser best. Nachteile von Elektroautos total übertrieben darstellt.
Mit einer Akkuladung eines E-Autos könnte man einen Smartphone-Akku sicherlich an die 1000-mal aufladen.
Was im Umkehrschluss bedeutet dass man mit eine Kluglaut-Akkuladung 100 bis 150 Meter weit käme mit einem e-Auto. Verblüffend. Natürlich könnte man einen solch kleinen Akku nicht in ein paar Sekunden vernünftig entladen, da der Innenwiderstand des Kluglaut-Akkus dafür viel zu hoch ist.

Aber witzig ist das Ganze schon. Dieser Clip zeigt sehr schön dass ein Elektroauto nicht dafür gemacht ist damit täglich längere Strecken zurück zu legen.
Wer aber nicht mehr als 100 bis 150 km am Tag (hin und zurück) zu seinem Arbeitsplatz pendelt, und sonst nur Kurzstrecke fährt der kann mit einem solchen Gefährt durchaus leben.

Optimal wäre zudem ein Stellplatz (für das Auto) mit Steckdose beim Arbeitgeber u. dessen Erlaubnis die Akkus aufladen zu dürfen.

Es Auto mit Hybrid-Antrieb dürfte allerdings für die nächsten Jahre sinnvoller sein, weil man mit diesem auch mal längere Strecken ohne Zwangspause fahren kann.

Ein E-Auto das mehr als 300 km rein elektrisch fahren kann ist derzeit für die meisten Leute nicht erschwinglich.
Akkukosten und Akkugewicht sprechen dagegen.

Rein von den Verbrauchskosten dürfte ein Elektroauto konkurrenzfähig sein. Geht man von 20 kWh/100 km aus, dann entspricht das bei 25 Cent/kWh 5 €/100 km an Energiekosten.
Das wird schwierig, das kann höchstens mit einem Dieselmotor bei den derzeit niedrigen Spritkosten erreicht werden.
Ein Auto mit einem Benzinmotor dürfte da kostenmäßig sicherlich darüber liegen. Die Sache ist allerdings stark von den Sprit- und Strompreisen abhängig.

Gruß
Winnie2

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Winnie2: 04.05.2016 19:39.

04.05.2016 19:32 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Hallo Winnie2, klar war der Spot reichlich übertrieben, aber davon lebt ja die Satire schließlich, eine überspitzte, leicht ironische oder boshafte Verzerrung der Realität. - Aber witzig wars schon.großes Grinsen

Gruss,
Joachim smile
04.05.2016 19:42 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Humfrey
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Humfrey ist offline
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Weil wir gerade beim Thema satirische Übertreibung von "Elektro-Auto" gegen "Verbrenner-Auto" sind, sorge ich für den Ausgleich mit diesen beiden Spots:

https://www.youtube.com/watch?v=Nn__9hLJKAk

https://www.youtube.com/watch?v=9Q24UxF-6ns
05.05.2016 12:43 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Hallo Humfrey, ja gut, aber dann schau dir das mal an, ist zwar aus dem August Letzten Jahres, aber bis auf die Kaufprämie wohl immer noch aktuell, eine sehr sehenswerte Reportage aus der ARD zum Thema Elektromobilität:

http://www.daserste.de/information/repor...litaet-100.html

Auf jeden Fall sehr entlarvend und hintergründig wird hinter die Kulissen der Autoindustrie geschaut und die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit aufgezeigt.

Gruss,
joachim Augenzwinkern
05.05.2016 14:57 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Winnie2 Winnie2 ist männlich
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Zitat:
Original von Humfrey
Weil wir gerade beim Thema satirische Übertreibung von "Elektro-Auto" gegen "Verbrenner-Auto" sind, sorge ich für den Ausgleich mit diesen beiden Spots:

https://www.youtube.com/watch?v=Nn__9hLJKAk

https://www.youtube.com/watch?v=9Q24UxF-6ns


großes Grinsen Klasse.
In welchen Ländern laufen denn diese Werbespots für Elektroautos im TV? In Deutschland sicherlich nicht.
05.05.2016 15:06 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Eine Seite, über die ich nur zufällig gestolpert bin, die Bundesregierung erklärt dem völlig anungslosen Bürger die Vorzüge der neuen E-Technologie:

https://www.bundesregierung.de/Webs/Breg...unft/_node.html

Hier kann man sehr schön lesen, wie Wunschträume und Wirklichkeit auseinanderklaffen, aber nicht nur das, das ganze Thema wird hier wirklichkeitsfern schön geredet. Mit der Wahrheit nimmt man es offenbar nicht so genau, aber ein jeder mache sich sein eigenes Bild und vergleiche mal mit der Reportage in der ARD in meinem Vorpost.

Gruss,
Joachim

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 07.05.2016 15:42.

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