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cc2.tv-Fan-Club » CC2tv +CC2audio » Off-Topic » Alexa & Co. » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen   Alexa & Co.
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Joachim Joachim ist männlich
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Dabei seit: 07.09.2011
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Joachim ist offline
Alexa & Co. Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Ich habe wirklich überlegt, wo ich das Thema Alexa reinpacken kann, ist das nun ein vollwertiger Computer oder nur eine vernetzte Sprachbox?

Naja, seis drum, hier ein paar Überlegungen zu Alexa und Co, die mir neulich so in den Sinn kamen. Einige wichtige Aspekte dieser Technik schienen mir bei näherer Betrachtung bisher etwas zu kurz gekommen. - Das Äussere dieser Geräte ist ja eher unscheinbar und fügt sich in heutige Wohnlandschaften perfekt ein. Das Erscheinungbild ist dezent und unaufdringlich, mit anderen Worten fast langweilig, so soll es wahrscheinlich auch sein. Wenn man das Gerät mit dem Keyword Alexa, das man auch ändern kann, anspricht, ertönt eine von vielen als sehr angenehm empfundene Stimme. Das schafft unmittelbar eine gewisse Vertrautheit und Nähe. Man soll sich offenbar bei der Kommunikation mit dem Gerät wohlfühlen und Vertrauen fassen, was bei einer natürlichen Sprachausgabe, die sich kaum mehr von echten Stimmen unterscheidet, natürlich wesentlich leichter gelingt, als bei einer sofort als Computerstimme erkennbaren. Hier wird man wohl nichts dem Zufall überlassen haben und umfangreiche Tests mit Probanden unternommen haben, um absolut sicher zu gehen. Das alles scheint ein wichtiger Teil des Gesamtkonzeptes zu sein und einerseits den technischen Möglichkeiten folgend, anderseits aber auch vom Hersteller bewusst beabsichtigt, um die Akzeptanz und Bereitschaft mit dem Gerät "gern" zu kommunizieren, deutlich zu erhöhen. Mit der Zeit wird das Gerät für manche vermutlich so vertraut, das ihnen gar nicht mehr immer bewusst ist, ob sie nun mit einer Maschine sprechen oder mit einem wirklichen Menschen. Die Grenzen scheinen zu verschwimmen, die Maschine wird so Teil des unmittelbaren Umfelds und der Familie und wird von manchen sogar als vollwertiges Mitglied betrachtet, auf das man nicht mehr verzichten kann oder möchte. Eine "Maschine" wird sozusagen vermenschlicht und z. T. sogar "begrüßt." In solchen Fällen könnte man natürlich ohne Umschweife von einer gewissen Abhängigkeit sprechen. Bei Wegnahme des Gerätes sind im Zuge von Experimentalstudien bei einigen Probanden ganz ähnliche Entzugserscheinungen wie z. B. beim Verlust des Smartphones o. ä. beoabachtet worden. Zudem kann die Vertrautheit mit dem Gerät zu zunehmender möglicher Kritiklosigkeit und fragwürdigen Spontan-Entscheidungen führen, ganz einfach weil man dem Gerät nur etwas zurufen muss und schon werden Dinge ausgeführt. Eine Abwägung findet u. U. gar nicht mehr statt. Ein ebenfalls bedenklicher Aspekt ist, das alles was dieses Gerät im Zuge einer vorher erfolgten Filterung oder Auswahl an Nachrichten oder sonstigem, die es ohne Frage trifft oder treffen muss, in der Folge ausgibt, durchaus manipulative Eigenschaften aufweisen kann. Das ist natürlich fatal im Hinblick darauf, das dem Gerät mit zunehmender Akzeptanz u. U. fast blind vertraut wird und die Antworten möglicherweise kaum hinterfragt bzw. überprüft werden, ganz einfach wegen fehlender Vergleichsmöglichkeiten und nicht zu vergessen der eigenen Bequemlichkeit, die durch diese Geräte ohne Frage befördert wird. Man überlässt also einer Maschine die Auswahl, statt selbst eine Auswahl zu treffen. Darin unterscheiden sich Alexa & Co. ganz erheblich von der Benutzung eines gewöhnlichen PCs, wo Suchmaschinen zwar auch eine Auswahl treffen, man aber letztlich selbst entscheidet, wie und womit man z. B. am Ende etwas sucht und man in ganz anderer Weise dabei gefordert ist. Damit kommt man bei fortschreitender Nutzung auch automatisch zur Frage des möglichen Verkümmerns geistig kognitiver Fähigkeiten, indem wir uns immer mehr Aufgaben von Maschinen wie Alexa abnehmen lassen statt selbst aktiv zu werden und unser Hirn einzuschalten, verbunden mit der Gefahr möglicher Manipulation, gezielter Beinflussung und Bevormundung. Betrachtet man nämlich im Zuge von immer mehr KI das enorme künftige Potential zu wirklich intelligent agierenden Maschinen mit der Fähigkeit einer vollwertigen Unterhaltung, sind diese Gefahren keineswegs pure Science Fiction mehr, sondern durchaus real und im Bereich des Möglichen.

Zusammenfassend könnte man sagen, das hinter all dem, was als vermeintlich harmloser kleiner Helfer im Alltags oder auch nur als reines Spaßgerät daherkommt, natürlich in erster Linie ein ebenso knallhartes wie einträgliches Geschäftsmodell steckt. Auf diese Weise kann der Hersteller geradezu spielerisch leicht an alle möglichen Daten kommen, die der Benutzer durch seine Interaktion mit dem Gerät preisgibt und obendrein noch kräftig am Verkauf der Geräte verdienen. Ein grandioses Konzept. - Daten sind der Rohstoff bzw. das ÖL des 21. Jahrhunderts, hat mal jemand gesagt, mit dem sich eine Menge Geld verdienen lässt, wie wahr wie wahr. - Darum und nur darum geht es im eigentlichen Sinne bei Alexa und Co., nicht um Erleichterung für unseren Alltag, das ist nur ein vordergründig vorgegaukelter Vorteil, obwohl natürlich Faulheit und Bequemlichkeit den eigentlichen Kern des Konzeptes bildet und man die allzu menschlichen Schwächen dabei rigoros zum eigenen Vorteil ausnutzt. In Zukunft könnten sich diese kleinen "harmlosen" Helferlein aber zu wahren Datenmonstern und höchst manipulativen Geräten entpuppen, die unsere Entscheidungen in erheblicher Weise beinflussen könnten. Wir sind bereits mitten drin in dieser Entwicklung.

Gruss,
joachimAugenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 07.01.2018 17:51.

07.01.2018 17:18 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Franz Kleemann Franz Kleemann ist männlich
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Guter Beitrag!
07.01.2018 20:40 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Mart Mart ist männlich
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Mart ist offline
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Selbstverständlich steckt dahinter ein knallhartes Geschäftsmodell, es ist ja bereits laut US-Medienberichten der Einsatz adressierter Werbung geplant: http://www.digitalfernsehen.de/Alexa-Ama...g.160502.0.html
Und damit zeigt Alexa dann auch ihr wahres Gesicht, wer ernsthaft davon ausgeht, daß diese Geräte geschaffen wurden, um uns den Alltag zu erleichtern, der ist in meinen Augen aber ganz kräftig mit dem Klammerbeutel gepudert - um es mal milde auszudrücken. Augenzwinkern

Auch reagiert das Gerät nicht nur auf die Signalbegriffe, sondern springt auch auf ähnlich klingende Laute an und sendet so private Gesprächsmitschnitte an Amazon, von denen das unter Umständen gar nicht gewünscht ist, wie die Verbraucherzentrale NRW herausgefunden hat.
https://www.verbraucherzentrale.nrw/aktu...ungefragt-21363

Das Gerät verfügt über einen internen Speicher von 4 GIGAbyte (!) und ich möchte lieber gar nicht wissen, was da sonst noch so alles aus der Umgebung aufgezeichnet wird, um dann bei Aktivierung mit übetragen zu werden. Kein Mensch kann das ausschließen.

Für mich sind Alexa bzw. Amazon Echo aber auch der Google-Home-Klotz kaum etwas anderes, als diese seltsame Puppe, die Kinder ausgespäht hat und irgendwann (zurecht) verboten wurde.
Aber weil sie ja so schön das Licht an- und ausknipsen können, damit man sich selber blos nicht mehr von der Couch wegbewegen muss, sehen viele das natürlich ganz anders. Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Mart: 08.01.2018 06:08.

08.01.2018 06:00 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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Radiomicky ist offline
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"Vorgegaukelter Vorteil..." - Der ist gut! ebueb

Apropos:
https://youtu.be/MsthcrbwEfo
08.01.2018 09:57 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
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Hallo Mike, hallo Mart, hallo Franz, danke für euer Feedback auf dieses Thema. Mir persönlich waren die Dinger von anfang an nicht geheuer und interessant wird sein, wie sich diese Geräte in Zukunft weiterentwickeln werden. - Gut, Licht an Licht ausknipsen oder andere profane Dinge damit steuern dürfte ja noch ziemlich harmlos sein. - Spannend wird es erst dann, wenn einem die Büchsen vielleicht irgendwann bei fortschreitender KI neben dem was sie jetzt bereits können, auch Vorschläge unterbreiten oder noch schlimmer, einen vielleicht in Diskussionen oder Gespräche verwickeln könnten. So abwegig finde ich den Gedanken angesichts unseres rasanten technischen Fortschritts nicht. Spätestens ab hier würde es aber so richtig bedenklich und ich bin mir ziemlich sicher, das die Entwicklung in diese Richtung gehen könnte. Das wäre letztlich auch eine grandiose Sache für den Amazon Konzern, wenn er z. B. etwaige Kaufentscheidungen durch Alexa mit unverbindlich daherkommenden eher subtil wirkenden Empfehlungen oder Hinweisen, dazu benutzt, Entscheidungen gezielt zu beinflussen, um auf die eigene Plattform umzulenken und Angebote anderer Anbieter auszublenden. Das erscheint zumindest gut vorstellbar und wäre aus meiner Sicht auch der nächste logische Schritt, um die Marktmacht noch weiter auszudehnen. Zwar wurde in der Vergangenheit mit Werbung konventioneller Art immer schon versucht, Kaufentscheidungen zu beinflussen, doch kein Vergleich zu den immensen Möglichkeiten der Einflussnahme und Manipulation, die Alexa & Co. bieten könnten.

Gruß,
joachimAugenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 08.01.2018 14:50.

08.01.2018 14:03 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Joachim ist offline
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Ein für Aussenstehende und nicht direkte Anwohner eher lustiger Zwischenfall mit Alexa hatte sich letztes Jahr in Pinneberg ereignet, hier in einem Artikel aus der Welt zu lesen:

https://www.welt.de/regionales/hamburg/a...uss-zahlen.html

und hier in einem Video auf der NDR Mediathek:

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ex...extra13670.html

Für den Besitzer war das Ereignis wohl weniger erfreulich und er will die Beziehung zu Alexa wohl beenden, wie es im Artikel heißt.

Gruß,
joachim großes Grinsen

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 08.01.2018 16:39.

08.01.2018 16:11 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Joachim ist offline
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Sicher kann man über die zumeist unsinnigen Antworten, die Alexa auf so manche "doofe" Frage antwortet heute herzhaft lachen. Das Netz ist ja voll von solchen lustigen Dingen. - Klar, in gewisser Weise sind die Geräte "noch" strunzdoof bzw. die KI die da dahintersteckt, keine Frage. Man darf eben nur die "richtigen" Fragen stellen und keine die völlig aus dem Rahmen fallen und die derzeit verwendeten Algorhythmen völlig überfordern. - Was aber wenn in gar nicht so ferner Zukunft die Sache irgendwann perfektioniert ist? - Eine morgendliche Interaktion zwischen Alexa und einem Benutzer, nennen wir ihn mal Hans, könnte dann vielleicht so klingen:

Alexa: "Guten morgen Hans" - Hans: "guten morgen Alexa" -Alexa: "Hast du gut geschlafen? - Hans: "ja, ganz gut" - Alexa: "Du bist spät dran, es ist jetzt 9.30 Uhr, hast du deine Blutdrucktabletten schon genommen? " - Hans: "nein" - Alexa: "Du weist, das Blutdrucktabletten immer regelmässig eingenommen werden müssen, es ist unvernünftig, sie in unregelmässigen Abständen einzunehmen." - Hans: "Ist ja schon gut, ich nehme sie jetzt" - Alexa: "Augenblick, Augenblick, warte, ich habe festgestellt, das du bereits 263 Tage, 14 Stunden und 20 Minuten keinen Arzt mehr aufgesucht hast, soll ich einen Termin bei deinem Hausarzt reservieren?" - Hans: "Nein, ich fühle mich gut" - Alexa:" Du bist jetzt 43 Jahre 8 Monate und 3 Tage alt, es ist ratsam, aufgrund deines Alters, die Gesundheit regelmässig überprüfen zu lassen" - Hans: "ja, ja, weiß ich doch" - Alexa: "Die Vitalsensoren haben mir gemeldet, das deine Urinwerte vom Normalen abweichen und Du leicht erhöhte Temperatur hast." - Hans: "So, da merke ich ja überhaupt nichts von?" - Alexa: "Soll ich die Werte dem Gesundheitszentrum melden?" - Hans: "Zum Teufel nein" - Alexa:" Teufel?,... Aquivalent Satan, Belzebub, Belsabub, bezeichnet das Böse...., warte, warte, es ist nicht nötig ausfallend zu werden, Du weist doch, das Du bei fehlender Mitwirkung oder unrichtigen Angaben deinen Premiumversicherungsschutz verlieren könntest?" - Hans: "ja, ja, schon gut, sende den Quatsch" - Alexa: "Definiere "Quatsch", keine mir bekannte Option" - Hans: "ja dann sende in Gottes Namen die Daten" - Alexa: "Daten in Gottes Namen versendet, alles erledigt" - Hans: "Alexa, wie ist die Temparatur draussen?" - Alexa: "Es ist 23 Grad Celsius und die Sonne scheint" - Hans: " Danke Alexa" - Alexa: "Wie wäre es an deinem freienTag mit ein bischen Sport, du solltest herausgehen, das tut deinen Vitalfunktionen gut?" - Hans: "Nein ich habe keine Lust dazu" - Alexa: "Ich bemerke eine leichte depressive Verstimmung bei Dir und empfehle eine Bachblütenthearapie"....usw. usw.

An dieser Stelle möchte ich den hypothetischen Disput mal beenden, die weitere Unterhaltung ist zum Verständnis nicht notwendig. - Vielleicht ist das Ganze etwas überspitzt, ganz bewusst übertrieben, aber möglicherweise auch gar nicht mal so weit weg. Das hängt davon ab, in wieweit wir uns in Zukunft von der Technik dominieren und gängeln lassen und es vielleicht erst dann merken, wenn es längst zu spät ist.

Gruß,
joachim Augenzwinkern
09.01.2018 11:05 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Radiomicky Radiomicky ist männlich
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Radiomicky ist offline
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@Joachim:
Bei dieser Fiktion wird es wieder Zeit, dass ich den Film "Die Insel" nochmal gucke! Augenzwinkern
10.01.2018 10:23 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Joachim ist offline
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Hallo Mike oder das hier:

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x...folgen-100.html

Wenn man bedenkt, was heute bereits alles realisiert ist, worüber man in den 80ern bestenfalls den Kopf geschüttelt hat. In "Zurück in die Zukunft", war einiges davon zu sehen, Exoskelette, die es ermöglichen mehr Kraft auszuüben, Fingerabdruck Sensoren, smartes Home, 3D Hologramme, völlige Vernetzung, nur fliegende Autos und das "hooverboard" harren wohl noch der Erfindung und Smartphones hatte man nicht vorausgesehen. Okay Großbild Fernsehbilder auf einer Folie oder einem Rollo ohne Beamer dauern wohl auch noch ne Weile und ne Pizza können wir wohl auch noch nicht "hydrieren", aber auch daran wird kräftig gewerkelt. Obs bereits Jacken gibt, die sich selbst trocknen oder "Powerlaschen" bei Schuhen ist auch (noch) nicht bekannt, na mal sehen, was da noch kommt. Wearables sind ja schon auf dem Vormarsch.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 8 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: 10.01.2018 11:17.

10.01.2018 10:57 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
d.-debilo d.-debilo ist männlich
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d.-debilo ist offline
...nur dass mir die Waschmaschine... Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

...beim Befüllen sagt, dass ich dieses und jenes Wäschestück besser nicht zusammen wasche, das haben sie noch nicht hinbekommen.

Stelle eh immer häufiger fest, dass echter Mehrwert von Anwendungen abgebaut wird, aber Schnüffelapps und Schnüffelgeräte immer besser für den Abnehmer der Daten weerden. Der Nutzen für den Benutzer hält sich doch sehr in Grenzen - jedenfalls verglichen mit dem Nutzen, den der Nutzer der dadurch gewonnenen Daten erreicht.

Sehr gute Analyse Joachim!

Grüße
d.-debilo
10.01.2018 11:48 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
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Hallo d.-debilo, ja du hast natürlich Recht, die wollen und bekommen auch immer mehr Daten von uns, die wir z. T. auch völlig freiwillig hergeben. Die Daten werden wie wir alle wissen zunehmend zu umfangreichen Profilen verknüpft. Mit der Zeit weiß man also sehr genau, was wir kaufen, ansehen, suchen oder sonst was, im Prinzip das komplette Nutzerverhalten. Ich kann Wolfgang Rudolph da nur zustimmen, wir werden eigemtlich immer und überall überwacht, obs im neuen Auto ist, was laufend Daten sendet oder am heimischen PC wo auf Webseiten etliche Tracker nach Hause telefonieren, überhaupt keine Frage. Viel tun kann man dagegen nicht, außer abschalten vielleicht, aber ob das eine Lösung ist?

Durch Geräte wie Alexa könnte die Qualität des Datensammelns aber noch ganz erheblich zulegen, da bei wachsender Vertrautheit und potentiell sinkender Hemmschwelle vermutlich immer mehr auch ganz persönliches preisgegeben wird. So könnte eine künftige "Super Alexa" alle möglichen informationen verbinden und mit der Zeit buchstäblich alles über seinen Nutzer wissen. Fehlt eigentlich nur noch genügend KI, damit ein Schuh draus wird.

Stellt sich die Frage, ob und wie weit Amazon oder andere Konzerne das Spielchen letztlich treiben wollen. Wird man sich nur aufs reine Daten sammeln beschränken und Kunden mit mehr oder weniger gezielter Werbung vollmüllen wie man das heute bereits tut, oder will man irgendwann vielleicht mehr als das und über sehr viel verbesserte Kommunikationsfähigkeiten der Geräte massiveren Einfluss nehmen? Mit massiv ist keinesfalls plump gemeint, man würde die Sache natürlich sehr subtil und clever angehen. - Das ist meiner Ansicht nach die alles entscheidende Frage die sich mir stellt. Es ist schwer vorstellbar, das ein Weltkonzern ein solches Potential an möglicher Beeinflussung und Manipulation einfach so brach liegen liesse, wenn die technischen Vorraussetzungen dafür gegeben wären.

Gruß,
joachim Augenzwinkern
10.01.2018 23:50 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Fitzcarraldo
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Beiträge: 483

Fitzcarraldo ist offline
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Eure Beiträge sind berechtigt.
(und: die Erinnerung an "die Insel" läßt mich schaudern)

Für alle die Alexa, das Spielzeug im Betastadium, trotzdem einsetzen, so wie ich gibt es ein sehr gutes Forum mit gutem Umgangston und hilfreichen Mitstreitern.

www.alefo.de
05.02.2018 20:01 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Ginchen Ginchen ist weiblich
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Ginchen ist offline
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Zitat:
Original von Joachim
Ein für Aussenstehende und nicht direkte Anwohner eher lustiger Zwischenfall mit Alexa hatte sich letztes Jahr in Pinneberg ereignet, hier in einem Artikel aus der Welt zu lesen:

https://www.welt.de/regionales/hamburg/a...uss-zahlen.html

und hier in einem Video auf der NDR Mediathek:

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ex...extra13670.html

Für den Besitzer war das Ereignis wohl weniger erfreulich und er will die Beziehung zu Alexa wohl beenden, wie es im Artikel heißt.

Gruß,
joachim großes Grinsen



Hy Joachim und @alle großes Grinsen

ja sagen wir mal so..... aalsoooo ich habe Alexa auch. Seit ca 2 Wochen und muss sagen dass ich doch recht begeistert bin, allerdings muss ich auch sagen, dass Alexa meinen ohnehin bereits restriktiven Umgang mit dem Internet unterworfen ist.
Z.B. Gehen bei mir , wenn ich schlafen gehe, alle Verbindungen zum Netz aus. Dies ist eben so eine Sicherheitdenkmacke bei mir. D.H. Ich drücke jeden Abend und wenn ich aus dem Haus gehe für längere Zeit den WLAN Knopf auf meinem Router auf -AUS- . Alexa könnte bei mir solche Spielchen nicht bringen, denn ohne Wlan hat sie keinen connect ins Netz und kann auch nichts streamen. Ich nutze sie zum Musik spielen zweier mir sehr geliebter Sender die ich im deutschen Radio nicht empfangen kann und die absolut ohne Werbung sind. Dann nutze ich sie für Wetter, Fahrtentfernungen, Auskünfte über Daten von Städten (Eibwohnerzahl usw) als Erinnerung für Medikamenteneinnahme täglich und ganz toll als Timer für Eier kochen ( werden ganz toll immer so wie es will) und Kochzeiten von Braten etc... was noch ...? Hmm.. Achja, meine individuell über Skills eingestellten Nachrichten morgens. Ausserdem noch Entspannungsgeräusche / Musik. Dazu ist sie wirklich toll. Muss ich leider sagen. Wenn es tatäschlich eines Tages Werbung geben sollte wird sie auf Eaby verkauft. ebueb
17.04.2018 18:01 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
Joachim Joachim ist männlich
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Themenstarter Thema begonnen von Joachim

Joachim ist offline
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Zitat:
Original von GinchenZ.B. Gehen bei mir , wenn ich schlafen gehe, alle Verbindungen zum Netz aus. Dies ist eben so eine Sicherheitdenkmacke bei mir. D.H. Ich drücke jeden Abend und wenn ich aus dem Haus gehe für längere Zeit den WLAN Knopf auf meinem Router auf -AUS- .


Bei mir wird auch komplett alles getrennt, ist sicher keine schlechte Idee.

Zitat:
Ich nutze sie zum Musik spielen zweier mir sehr geliebter Sender die ich im deutschen Radio nicht empfangen kann und die absolut ohne Werbung sind. Dann nutze ich sie für Wetter, Fahrtentfernungen, Auskünfte über Daten von Städten (Eibwohnerzahl usw) als Erinnerung für Medikamenteneinnahme täglich und ganz toll als Timer für Eier kochen ( werden ganz toll immer so wie es will) und Kochzeiten von Braten etc... was noch ...?


Das ist genau das, wo man die Leute mit bekommt, die Helferlein machen es einem so schön bequem und das ist gleichzeitig auch das Fatale daran. Man bekommt die Bequemlichkeit ja nicht umsonst, man zahlt mit seinen persönlichen Daten. Vielleicht ist es jetzt noch kein besonders schwerwiegendes Problem, aber das wird es, wenn diese Maschinen künftig immer leistungsfähiger werden, denn ich gehe davon aus, das die Algorythmen dahinter stetig weiter entwickelt und noch um "Einiges", sagen wir "besser" werden könnten.

Gruß,
joachim Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Joachim: Gestern, 14:50.

Gestern, 14:39 E-Mail | Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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