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Zum Ende der Seite springen   Vorsicht vor FinTechs - Eine Frechheit!
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Ginchen Ginchen ist weiblich
Mitglied

Dabei seit: 15.04.2018
Beiträge: 62
Wohnort: Deutschland

Ginchen ist offline
Vorsicht vor FinTechs - Eine Frechheit! Beitrag: beantworten | zitieren | editieren | melden       | Top

Die EU - nun, ich mache kein Hehl daraus, dass ich die meisten gesetzlichen Regelungen der EU nicht mag. Noch mehr verabscheue ich jedoch, dass man als einfacher Bürger so gut wie keinen Einfluss hat auf das , was da beschlossen wird.
Wieder so eine Frechheit von denen....

Was angeblich wieder für den Bürger "besser" sein soll, entpuppt sich meines Erachten als eine weitere, neue Veräppelung, bei der der Bürger höllisch aufpassen muss, wenn er einen Kaufvertrag mit Konzernen wie Ama** oder anderen eingeht. Denn, da gibt es nun den Fallstrick, der irgendwo im Kleingedruckten steht, wenn man Kunde wird und Käufe tätigt, dass Einsichten in die eigenen Konten erlaubt werden.

Die PSD2 :

Zitat:
Zitat:
Künftig aber müssen Geldhäuser nach dem Willen der EU auch Drittanbietern wie Finanz-Start-ups (Fintechs) den Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden ermöglichen.


Quelle: https://www.stern.de/wirtschaft/geld/neu...rt-7813378.html

Ich finde es ungeheuerlich... hatte mit meiner Bank deswegen telefoniert und dort sagte man mir, dass es nur dann ginge, wenn ich meine Einwilligung geben würde und diese Einwilligung muss nicht zwangsläufig gross und fett geschrieben sein, sondern verbirgt sich in einem kleinen Paragraphen bei irgendwelchen AGBs, irgendwelcher Händler. D.h. man muss nun wirklich bevor man irgendwo sich anmeldet und etwas kauft, jeden Satz der in den meist seitenlangen Agbs durchlesen, ob dort die automatische Erlaubnis gegeben wird, wenn man mit dem Kauf fortfährt und somit rechtsgültig einen Vertrag eingeht. Man erlaubt dann den kompletten Zahlungsverkehreinsicht , auch Guthaben und eventuell weitere Dinge wie Einsicht in Tagesgeldkonten etc....

Ich finde das unfassbar !!! Danke EU !

Wenn ich dann das hier lese, wird mir wieder übel, denn hier wird wieder mit einr uralten Rethorikmasche geschrieben / geredet, die den "bösen Kern" in "nette Worte packen" und somit den Kunden in falsche Sicherheit wiegen.

Zitat:
Verbraucher müssen aber nicht fürchten, dass Firmen unkontrolliert auf ihre Daten zugreifen. Sie müssen ihnen die Weitergabe ausdrücklich erlauben, der Zugriff geschieht über die Hausbank und nur für den angefragten Zweck. Die EU hat das maschinengesteuerte Auslesen von Girokonten, das Auskunft über sämtliche Zahlungen und Gewohnheiten von Bankkunden gibt, verboten. "Kunden können sich auf Datensicherheit verlassen", betont der Bankenverband.



Es bleibt also so, Fremdfirmen können diese Daten auslesen aber im zitierten Absatz klingt es so, als wäre es ja gar nicht so schlimm, denn der Verbraucher müsse ja dem zustimmen und es wäre ja zu seinem Vorteil.
Es ist schlimm, denn der Verbraucher bekommt keine einzelne, gesonderte Anfrage zugeschickt, sondern sie ist irgendwo versteckt , in einem AGB Machwerk.

Ich finde diese typischen Strategien etwas "positiv" auszudrücken um das "Negative" zu verdecken einfach unerträglich.

Das aber wirklich erschreckende daran ist Folgendes:

Zitat:
Laut einer aktuellen PwC-Studie ist mehr als die Hälfte der Deutschen dazu bereit, Drittanbietern von solchen Finanz-Services Zugriff auf ihre Kontodaten einzuräumen. Bei den unter 30-jährigen Bankkunden liegt dieser Anteil sogar bei 86 Prozent.

Quelle: http://www.die-bank.de/news/bankkunden-e...ene-konto-9398/

Ich finde keine Worte und frage mich wirklich, in welchem Land ich lebe.

In gleicher Quelle ist zu lesen, was mich erschaudern lässt:

Zitat:
Weitere 38 Prozent meinten, die seien zwar grundsätzlich bereit, ihr Konto zugänglich zu machen – aber nur, wenn es vor unbefugten Zugriffen geschützt wird. Die Sicherheit beim Datenzugriff muss also gewährleistet werden.


38%? OMG geschockt und dann... die Sicherheit muss gewährleistet sein? Ähm... welche Sicherheit bitte? Was wird da wieder von irgendwelchen Noobs geblubbert?

Da jedoch ein gewisser Prozentanteil der der Bürger noch Restgehirn besitzt, sich weigern würde, macht man es sich ganz leicht.
Nämlich:

Zitat:
Statt Endkunden direkt anzusprechen, haben sich die meisten Fintechs deshalb für Kooperationen mit den Finanzinstituten entschieden. Die bringen Kunden mit, und die Fintechs das innovative Digitalangebot.

Quelle: https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/...n/20334036.html

und

Zitat:
Die PSD2 sieht vor, dass Banken eine Schnittstelle zur Verfügung stellen, über die Fintechs – aber auch andere Geldhäuser – Kontoinformationen auslesen können.

Quelle: https://www.wiwo.de/auslegung-von-psd2-f...g/19904924.html


So einfach gehts.

Ich könnte nicht genug essen , wie ich ........

Augen rollen

EDIT: Diesbezüglich sind bei Heise manche sehr gute, kritische und warnende Kommentare zu diesem Thema zu lesen, von Bürgern:

https://www.heise.de/forum/heise-online/...375778/comment/

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Ginchen: 18.04.2018 12:36.

18.04.2018 12:23 Beiträge des Benutzers | zu Buddylist hinzufügen
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